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Neulich stand ich mit einem Freund in seinem Garten. Wir wollten eigentlich nur einen Kaffee trinken, doch irgendwann meinte er, er müsse noch den Rasen machen. Es war ein Samstag, und ich sagte spontan: „Dann mach’s doch morgen.“

Der Gedanke klang logisch, aber wir hielten kurz inne. Auf Anhieb wussten wir nicht, ob Rasenmähen am Sonntag überhaupt zulässig ist. Diese Unsicherheit begegnet einem erstaunlich häufig. Viele Gartenbesitzer sind überzeugt, die Regeln zu kennen, am Ende bleibt aber doch die Frage: Darf man sonntags Rasen mähen, ohne Ärger zu riskieren?

Klar ist: In den meisten Fällen ist das Mähen am Sonntag nicht erlaubt. Warum das so ist, worauf sich die Regel stützt und wo Missverständnisse entstehen, erkläre ich im Folgenden.

Inhalt

Die gesetzliche Grundlage und warum am Sonntag Ruhe gilt

Warum Rasenmähen am Sonntag meistens tabu ist, lässt sich recht eindeutig beantworten. Grundlage ist die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Sie legt fest, dass motorbetriebene Geräte nur zu bestimmten Zeiten laufen dürfen. Ruhetage sind davon ausgenommen.

Der besondere Schutz des Sonntags reicht historisch weit zurück und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder bestätigt, zuletzt über Artikel 140 des Grundgesetzes. Der Kern: Ein gemeinsamer, weitgehend störungsfreier Ruhetag soll erhalten bleiben.

Unter der Woche dürfen viele Maschinen zwischen 7 und 20 Uhr genutzt werden, sofern die Gemeinde keine strengeren Vorgaben macht. Am Sonntag spielt die Lautstärke jedoch keine Rolle. Entscheidend ist allein, dass ein Motor im Einsatz wäre.

Damit beantwortet sich die Frage, ob sonntags Rasen gemäht werden darf, in den meisten Fällen von selbst: nein.

Rasenmähen von oben

Rasenmähen nur zu erlaubten Zeiten: Die 32. BImSchV regelt den Einsatz motorisierter Geräte.

Warum der Elektro-Rasenmäher am Sonntag ebenfalls tabu bleibt

Auf den ersten Blick wirkt ein leiser Elektromäher wie eine mögliche Ausnahme. Doch rechtlich spielt die Lautstärke keine Rolle. Entscheidend ist, ob ein Motor beteiligt ist. Und damit fällt auch der Elektromäher unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zählen motorbetriebene Rasenmäher zu den Geräten, die an Sonn- und Feiertagen nicht betrieben werden dürfen. Das gilt unabhängig davon, ob ein Modell deutlich leiser arbeitet oder der Rasen dringend geschnitten werden müsste.

Ausnahmen sind selten und betreffen in der Regel nur öffentliche Flächen. Für private Gärten bleibt die Vorgabe eindeutig: Am Sonntag darf kein motorisiertes Mähgerät laufen.

Die wichtigsten Regeln für den Sonntag

Die Sonntagsruhe ist klar geregelt und lässt sich auf ein paar Grundsätze zurückführen, die für private Gartenbesitzer hilfreich sind:

  • Motorbetriebene Geräte – einschließlich Elektro- und Akkumäher – dürfen am Sonntag nicht eingesetzt werden. Die Bauart zählt stärker als die Lautstärke. Sobald ein Motor beteiligt ist, gilt die Ruhezeit.
  • Handbetriebene Geräte sind erlaubt, solange sie wirklich leise genutzt werden. Dazu gehören Spindelmäher, Rechen oder einfache Gartenwerkzeuge.
  • Unter der Woche gelten meist Zeitfenster zwischen 7 und 20 Uhr. Gemeinden können hiervon abweichen, deshalb lohnt sich ein Blick in die lokalen Vorgaben.
  • Kommunale Ausnahmen gelten fast nie für private Gärten. Wenn es Sonderregelungen gibt, betreffen sie in der Regel öffentliche Flächen oder befristete Situationen.

Wer unsicher ist, sollte die Website der eigenen Gemeinde prüfen. Mit diesen Grundregeln lassen sich Missverständnisse und Konflikte am besten vermeiden.

Woher kommt das Sonntags-Mähverbot? Hintergründe & Fakten

Der Sonntag hat in Deutschland traditionell den Charakter eines allgemeinen Ruhetages. Dieser Gedanke findet sich bis heute in verschiedenen Regelwerken wieder – auch bei der Nutzung von Gartengeräten.

Ein weiterer Grund ist die besondere Lärmempfindlichkeit in Wohngebieten. In dicht bebauten Straßen fallen Motorgeräusche deutlich stärker auf als unter der Woche, wenn ohnehin mehr Aktivität herrscht. Studien zu Nachbarschaftslärm zeigen, dass eine wiederkehrende Geräuschbelastung Schlaf und Stresslevel beeinflussen kann.

Auch ökologisch spielt die Ruhe eine Rolle, denn viele Tiere reagieren sensibel auf Störungen. Ein weitgehend geräuschloser Tag schafft Rückzugsmöglichkeiten für Vögel, Igel oder Insekten und sorgt gleichzeitig für ein entspannteres Miteinander in der Nachbarschaft.

Was passiert, wenn man trotz Sonntagsruhe den Rasen mäht

Wer am Sonntag trotzdem zum Rasenmäher greift, riskiert in erster Linie Beschwerden aus der Nachbarschaft. Schon kurze Einsätze fallen an einem ansonsten stillen Tag deutlich auf und führen schnell dazu, dass das Ordnungsamt eingeschaltet wird.

Rechtsanwalt Markus Mingers weist in einem Video-Interview darauf hin, dass die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung hier eindeutig ist: „Motorbetriebene Rasenmäher dürfen an Sonn- und Feiertagen nicht genutzt werden. Wer dagegen verstößt, muss mit mietrechtlichen Konsequenzen oder sogar einem Bußgeld rechnen.“

Im Wiederholungsfall reagieren Gemeinden meistens weniger tolerant. Gerade in Wohnanlagen, in denen sich Geräusche stärker ausbreiten, entstehen schnell Konflikte und lassen sich nur schwer wieder entschärfen.

Wer solche Situationen vermeiden möchte, sollte am Sonntag konsequent auf motorisierte Geräte verzichten.

Welche leisen Gartenarbeiten am Sonntag erlaubt bleiben

Aber wenn der Garten ein wenig Pflege braucht und es Sonntag ist, stellt sich schnell die Frage, welche Arbeiten eigentlich noch erlaubt sind. Denn nicht jede Tätigkeit ist tabu. Zum Beispiel ist alles, was ohne Motor auskommt, in der Regel auch am Ruhetag in Ordnung, solange es leise bleibt.

Tätigkeit Erlaubt am Sonntag? Warum?
Handbetriebene Gartenarbeiten (Unkraut zupfen, Rechen, Schneiden per Hand) Ja Keine Motoren, niedriger Geräuschpegel
Motorbetriebene Rasenmäher Nein Fallen unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung
Elektro-Rasenmäher Nein Gelten ebenfalls als motorbetrieben – Lautstärke spielt keine Rolle
Mähroboter Nein Motorbetrieben und daher an Sonn- und Feiertagen nicht zulässig
Leise Tätigkeiten im Garten (Gießen, Laub sammeln per Hand) Ja Keine relevante Geräuschentwicklung
Laute Werkzeuge (Heckenschere elektrisch, Motorsäge etc.) Nein Deutliche Lärmquellen, gesetzlich verboten

Trotz Sonntagsruhe müssen kleinere Pflegearbeiten im Garten nicht komplett ruhen. Handarbeiten wie Unkraut zupfen, Laub aufnehmen oder mit dem Rechen durchgehen sind also erlaubt.

Sie verursachen kaum Geräusche und fallen nicht unter die Maschinenlärmverordnung. Wichtig ist lediglich, sie zurückhaltend auszuführen, damit die Ruhe im Wohnumfeld gewahrt bleibt.

Sobald ein Motor im Spiel ist, gelten die Sonntagsruhezeiten. Auch kurze oder vermeintlich „kleine“ Mähvorgänge sind davon nicht ausgenommen. Für alles, was hörbar wird, sind der Samstag oder der nächste Werktag die bessere Wahl.

Familie beim Kaffeetrinken

Woher Schlagzeilen zum angeblichen Sonntagsmähen stammen

In regelmäßigen Abständen tauchen Schlagzeilen auf, die suggerieren, das Rasenmähen am Sonntag sei wieder erlaubt oder Kommunen hätten die Regeln gelockert. Der Eindruck täuscht. Hinter solchen Meldungen stehen meist sehr spezifische Entscheidungen einzelner Gemeinden, etwa befristete Genehmigungen oder Ausnahmen für öffentliche Flächen.

Sie entstehen, wenn Kommunen auf besondere Umstände reagieren müssen, etwa bei Bauarbeiten oder Veranstaltungen. Die Berichterstattung vermittelt oft ein unvollständiges Bild, da selten erwähnt wird, wie begrenzt diese Regelungen sind.

Für private Haushalte haben diese Ausnahmen in der Regel keine Relevanz. Sie greifen nur in besonderen Fällen und gelten fast nie für den eigenen Garten.

Wer Klarheit möchte, sollte deshalb die lokalen Bestimmungen prüfen. An der grundsätzlichen Rechtslage ändert sich durch solche Meldungen nichts. Am Sonntag bleibt der Rasenmäher aus.

Was rechtlich als motorbetriebenes Gerät gilt:

Für die Bewertung der Sonntagsruhe ist entscheidend, ob ein Gerät einen Motor besitzt, unabhängig davon, ob es mit Benzin, Strom oder Akku betrieben wird. Zu den motorbetriebenen Geräten gehören unter anderem:

  • klassische Benzinmäher
  • Elektro- und Akkurasenmäher
  • Vertikutierer und Rasentrimmer mit Motor
  • Mähroboter

Nicht betroffen sind Geräte, die ohne Motor funktionieren, etwa Spindelmäher, Rechen, Handscheren oder andere einfache Werkzeuge. Die dürfen grundsätzlich auch am Sonntag genutzt werden – vorausgesetzt natürlich, sie werden leise eingesetzt.

Was tun, wenn der Rasen dringend geschnitten werden muss? Praktische Alternativen!

Gerade in Wachstumsphasen kann der Rasen innerhalb weniger Tage deutlich höher werden. Fällt das in ein Wochenende, bleibt am Sonntag nur eines: warten. Motorisierte Geräte sind an diesem Tag nicht erlaubt, unabhängig davon, wie dringend der Schnitt erscheint.

Solche Situationen lassen sich mit etwas Planung vermeiden. Wer die Mähintervalle regelmäßig hält und die Wetterlage im Blick hat, kann kritische Zeitpunkte gut abfangen – zum Beispiel, indem vor angekündigtem Regen am Samstag noch ein Schnitt erfolgt.

Bewährt hat sich außerdem die sogenannte Ein-Drittel-Regel: Der Rasen sollte pro Mähvorgang nur um etwa ein Drittel gekürzt werden. Das stabilisiert die Grasnarbe und verlängert die Zeit bis zum nächsten notwendigen Schnitt.

Wenn es dennoch einmal knapp wird, gilt ein einfacher Grundsatz: Ein etwas höherer Rasen ist kein Problem – ein Verstoß gegen die Sonntagsruhe dagegen fast immer.

Warum Planung beim Rasenmähen oft unterschätzt wird

Viele Schwierigkeiten rund ums Sonntagsmähen entstehen schlicht deshalb, weil man den Rasen „mitlaufen“ lässt. In Alltagsphasen, in denen beispielsweise Beruf, Familie oder Wetter wenig Spielraum lassen, rutscht die Gartenpflege schnell ans Wochenende, und damit direkt in die Sonntagsruhe hinein.

Eine kleine Veränderung im Ablauf hilft oft mehr, als man denkt: Wer einmal pro Woche bewusst prüft, wie stark der Rasen gewachsen ist, verhindert die typischen Stresssituationen. Gerade im Frühjahr, wenn sich warmes Wetter und Regen schneller abwechseln, kann schon ein einziger verschobener Schnitt den gesamten Rhythmus durcheinanderbringen.

Hilfreich ist es auch, feste „Standardtage“ für die Rasenpflege zu wählen, zum Beispiel einen bestimmten Wochentag am frühen Abend. Das schafft Routine und verhindert, dass das Mähen in die kritischen Zeiten rutscht. Dazu empfiehlt es sich, nach dem Urlaub oder längeren Regenphasen sicherheitshalber einen Zwischenschnitt einzuplanen, bevor der Rasen zu lang wird.

Wer diese einfachen Schritte befolgt, bleibt automatisch im erlaubten Zeitkorridor und erspart sich unnötige Diskussionen am Sonntag.

Wie Mähroboter helfen können, Sonntagsstress zu vermeiden

Wer die Sonntagsruhe einhalten möchte, muss die Rasenpflege konsequent auf die Werktage verlagern. Am zuverlässigsten gelingt das, wenn der Rasen ohnehin regelmäßig in kurzen Intervallen gepflegt wird. Moderne Mähroboter übernehmen diese Aufgabe automatisch und arbeiten so leise, dass sie problemlos innerhalb der zulässigen Zeitfenster eingesetzt werden können.

Mähroboter dürfen zwar am Sonntag ebenfalls nicht betrieben werden, aber durch ihre regelmäßige Wochenplanung sorgen sie dafür, dass am Wochenende gar kein Schnitt notwendig wird.

In vielen Gärten bringt das eine spürbare Entlastung: Der Rasen bleibt gleichmäßig kurz, ohne dass am Wochenende noch dringende Arbeiten anfallen. Geräte wie die Modelle der Navimow-Reihe lassen sich so programmieren, dass sie ausschließlich an Werktagen aktiv sind – und damit sicher außerhalb der Sonntagsruhe bleiben.

Wer sich genauer informieren möchte, findet auf der Navimow-Website eine Übersicht zu Geräten und Funktionen. Dazu gehören auch die kompakte i-Series sowie der Navimow i105 für kleinere bis mittelgroße Flächen.

Navimow i105 Mähroboter

Fazit: Ruhe genießen – Rasen schon vorher planen

Die Sonntagsruhe ist klar geregelt und lässt sich mit etwas Planung problemlos einhalten. Wer Mähintervalle und Wetter im Blick behält oder die Pflege einem Mähroboter überlässt, vermeidet Stresssituationen am Wochenende und hält den Rasen dennoch in gutem Zustand.

Entscheidend bleibt jedoch ein anderer Punkt: Rücksicht im unmittelbaren Umfeld. Ein gepflegter Rasen braucht keinen Sonntagstermin.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema Rasenmähen am Sonntag

Darf ich sonntags Rasen mähen, wenn der Rasen sehr hoch ist?

Auch wenn der Rasen am Wochenende stark wächst, bleibt die Regel unverändert. Die Frage „Darf man am Sonntag Rasen mähen” bleibt klar, denn motorisierte Geräte sind nicht erlaubt. Es gibt keine Sonderregel für besonders hohes Gras. In solchen Fällen hilft nur, bis zum nächsten Werktag zu warten oder die Mähintervalle künftig besser zu timen.

Gelten in ländlichen Gebieten andere Regeln?

Nein. Die gesetzlichen Vorgaben unterscheiden nicht zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Gemeinden können zwar Details individuell regeln, doch Ausnahmen für privates Mähen sind selten. Ein kurzer Blick in die lokale Satzung schafft Klarheit.

Darf man am Sonntag Rasen mähen, wenn es ein Elektrogerät ist?

Elektromäher wirken leiser, gelten aber dennoch als motorbetriebene Geräte. Selbst wenn Sie sich fragen, ob ein Elektrogerät am Sonntag genutzt werden darf, bleibt die Regel unverändert. Ein Einsatz kann Beschwerden nach sich ziehen und bei Wiederholung zu weiteren Maßnahmen führen.

Darf ein Mähroboter sonntags fahren?

Ein Mähroboter arbeitet zwar sehr leise, darf am Sonntag jedoch ebenfalls nicht eingesetzt werden. Am einfachsten lässt sich das vermeiden, indem er so programmiert wird, dass er freitags oder samstags noch einmal den Rasen pflegt.

Sind handbetriebene Spindelmäher erlaubt?

Ja, denn sie funktionieren ohne Motor. Diese Geräte fallen nicht unter die Maschinenlärmverordnung und dürfen am Sonntag genutzt werden. Rücksicht bleibt sinnvoll, besonders in dicht bebauten Gebieten.

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