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Viele Gartenbesitzer wünschen sich ein schönes Beet, schrecken jedoch vor dem mühsamen Umgraben des gesamten Gartens zurück – insbesondere, wenn dieser bisher aus Rasen besteht. Ein Beet direkt auf dem Rasen anzulegen, ist jedoch nicht nur möglich, sondern oft die deutlich bessere Lösung. Diese Methode spart Zeit, schont die natürliche Bodenstruktur und erhält wichtige Mikroorganismen im Boden.

Besonders beliebt ist das Anlegen eines Beets auf Rasen ohne Umgraben. Anstatt sich schwer zu arbeiten, wird der Rasen gezielt abgedeckt und verwandelt sich nach und nach in wertvollen Humus. Das macht diese Technik nachhaltig, effizient und für Anfänger ebenso wie für erfahrene Hobbygärtner ideal. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Methoden es gibt, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und welche Pflanzen sich besonders gut eignen.

Beet auf Rasen anlegen: Die Grundlagen verstehen

Bevor der erste Spatenstich gesetzt wird, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu verstehen, was beim Anlegen eines Beets auf Rasen eigentlich geschieht. Pflanzen wachsen schließlich nicht einfach irgendwo, sondern benötigen die richtigen Bedingungen, um kräftig zu gedeihen. Der vorhandene Rasen steht diesen Bedingungen zunächst im Weg und muss daher entweder entfernt oder gezielt „ausgebremst” werden.

Ein gesundes Beet lebt von drei entscheidenden Faktoren:

  • lockerem und nährstoffreichem Boden
  • guter Wasserdurchlässigkeit zur Vermeidung von Staunässe
  • ausreichender Bodentiefe für eine stabile Wurzelentwicklung

Genau diese Eigenschaften fehlen einer typischen Rasenfläche jedoch meist. Deshalb müssen sie erst geschaffen werden – entweder durch klassische, kraftaufwendige Methoden wie das Umgraben oder durch natürliche Verfahren, bei denen der Rasen langsam abstirbt und sich in wertvollen Humus verwandelt. Letzteres schont den Boden und ebnet den Weg für nachhaltiges Gärtnern.

Mit oder ohne Umgraben: Welche Methode passt zu Ihrem Garten?

Nicht jeder Garten ist gleich, und es gibt nicht die eine richtige Methode, um ein Beet auf Rasen anzulegen. Dabei spielen Faktoren wie die Größe der Fläche, die Bodenbeschaffenheit, der gewünschte Zeitaufwand und nicht zuletzt die eigene körperliche Belastbarkeit eine entscheidende Rolle. Während einige Gärtner schnelle Ergebnisse bevorzugen und bereit sind, kräftig anzupacken, setzen andere auf bodenschonende und nachhaltige Lösungen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten Methoden vor, mit denen sich ein Beet erfolgreich auf Rasen anlegen lässt. So können Sie gezielt abwägen, welche Vorgehensweise am besten zu Ihrem Garten, Ihren Zielen und Ihrem persönlichen Arbeitsstil passt.

1. Beet auf Rasen anlegen mit Umgraben

Das Umgraben gehört zu den klassischen Methoden, um ein Beet direkt auf einer bestehenden Rasenfläche anzulegen. Dabei wird die Grasnarbe entweder vollständig entfernt oder beim Umgraben nach unten gewendet. Anschließend lockert man den Boden tiefgründig, um ideale Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum zu schaffen.

So funktioniert das Umgraben im Überblick:

  • Grasnarbe mit dem Spaten abstechen
  • Rasen entfernen oder nach unten wenden
  • Boden tief lockern und aufbereiten
  • Kompost oder organischen Dünger einarbeiten

Boden tief lockern und aufbereiten

Diese Methode hat ganz klare Vor- und Nachteile:

Vorteile Nachteile
• schnelle, sofort sichtbare Ergebnisse
• Beet kann direkt bepflanzt werden
• volle Kontrolle über Bodentiefe und Bodenaufbau
• hoher körperlicher Kraftaufwand
• starke Störung des natürlichen Bodenlebens
• langfristig weniger nachhaltig

Wann ist Umgraben sinnvoll?

Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Flächen, stark verdichtete Böden oder wenn kurzfristig ein Nutzbeet – etwa für Gemüse – entstehen soll und schnelle Ergebnisse im Vordergrund stehen.

2. Beet auf Rasen anlegen ohne Umgraben (empfohlen)

Eine moderne und besonders beliebte Alternative ist das Anlegen von Beeten ohne Umgraben, das auch als Lasagnebeet oder No-Dig-Methode bezeichnet wird. Bei dieser Methode wird der Rasen nicht mühsam entfernt, sondern gezielt abgedeckt. Das Gras bekommt kein Licht mehr, stirbt langsam ab und verwandelt sich mit der Zeit in wertvollen Humus.

So entsteht nach und nach ein fruchtbarer Boden, ganz ohne schwere körperliche Arbeit. Gleichzeitig bleibt das natürliche Bodenleben erhalten, was langfristig für gesunde Pflanzen und stabile Erträge sorgt.

Warum diese Methode immer beliebter wird:

  • minimaler Kraftaufwand, ideal auch für Anfänger
  • Regenwürmer und Mikroorganismen bleiben aktiv
  • bessere Wasserspeicherung durch lockere Bodenschichten
  • langfristig fruchtbarer und lebendiger Boden

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie vorgehen sollen, folgen Sie einfach unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Beetfläche festlegen

Markieren Sie zunächst die gewünschte Beetfläche mit Schnur, Holzleisten oder einem Gartenschlauch. Runde Formen wirken besonders harmonisch im Garten, während rechteckige Beete oft praktischer zu pflegen und zu bepflanzen sind.

Schritt 2: Rasen vorbereiten

Mähen Sie den Rasen so kurz wie möglich. Dadurch wird dem Gras bereits ein Teil seiner Energie entzogen und der spätere Zersetzungsprozess deutlich beschleunigt.

Schritt 3: Abdecken

Bedecken Sie die Fläche mit mehreren Lagen unbedrucktem Karton oder Zeitungspapier. Achten Sie darauf, dass sich die einzelnen Bahnen gut überlappen, damit wirklich kein Licht mehr zum Rasen durchdringt – nur so stirbt er zuverlässig ab.

Schritt 4: Schichtaufbau nach dem Lasagneprinzip

Auf die Kartonschicht folgen nun mehrere organische Schichten:

  • grober Kompost oder Gartenabfälle als Basis
  • Laub, Rasenschnitt oder Stroh zur Lockerung
  • reifer Kompost oder hochwertige Pflanzerde als obere Schicht

Je höher und vielfältiger der Aufbau, desto besser sind Durchlüftung, Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung.

Schritt 5: Bepflanzen

Je nach Aufbauhöhe können Sie bereits nach wenigen Wochen pflanzen. Bei einer ausreichend dicken Erdschicht ist sogar eine sofortige Bepflanzung mit Setzlingen möglich – ideal für Gemüse, Kräuter oder Beeren.

Beet auf Rasen anlegen ohne Umgraben

Bonus: Welche Pflanzen eignen sich besonders?

Ein direkt auf Rasen angelegtes Beet – insbesondere ohne Umgraben – bietet ideale Bedingungen für viele Pflanzenarten. Besonders gut eignen sich robuste Pflanzen, die Nährstoffe lieben und von dem sich langsam zersetzenden organischen Material profitieren.

Für ein solches Beet eignen sich vor allem:

  • Kürbis und Zucchini – sie lieben nährstoffreiche Böden und breiten sich gut aus
  • Kartoffeln – profitieren von lockeren Bodenschichten und lassen sich leicht ernten
  • Tomaten – gedeihen hervorragend in humusreichen, gut durchlüfteten Beeten
  • Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Petersilie – ideal für den Einstieg
  • Beerensträucher wie Himbeeren oder Johannisbeeren – bestens geeignet für dauerhafte Beete

Kürbis und Zucchini anbauen auf Beet

Wurzelgemüse wie Karotten oder Pastinaken kann im ersten Jahr etwas anspruchsvoller sein, da der Boden noch nicht vollständig zersetzt ist. Mit fortschreitender Bodenverbesserung entwickeln sich jedoch auch diese Pflanzen deutlich besser und profitieren langfristig von der erhöhten Bodenfruchtbarkeit.

Häufige Fehler vermeiden & Pflege-Tipps beim Beet auf Rasen anlegen

Beim Anlegen eines Beetes auf Rasen lassen sich viele Probleme von Anfang an vermeiden, wenn man die typischen Fehler kennt und ihnen gezielt entgegenwirkt. Gerade bei Beeten, die nicht umgegraben werden, ist die richtige Vorbereitung entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten:

  • Karton oder Papier zu dünn auslegen oder lückenhaft verlegen
  • zu wenig organisches Material für den Schichtaufbau verwenden
  • das Beet dauerhaft zu trocken halten
  • ungeeignete oder nährstoffarme Erde einsetzen

Ein Beet, das ohne Umgraben angelegt wurde, benötigt vergleichsweise wenig Pflege, profitiert jedoch von regelmäßiger Aufmerksamkeit. Besonders wichtig ist eine dauerhafte Mulchschicht, die den Boden vor Austrocknung schützt, Unkraut unterdrückt und das Bodenleben aktiv hält. Zusätzlich sollte das Beet gleichmäßig und gezielt bewässert werden, da die lockeren Schichten Feuchtigkeit gut speichern, bei Trockenheit aber dennoch austrocknen können. Um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten, empfiehlt es sich außerdem, von Zeit zu Zeit Kompost oder anderes organisches Material nachzuschichten. So bleibt der Boden lebendig, nährstoffreich und optimal für gesundes Pflanzenwachstum.

FAQs zum Beet auf Rasen anlegen

Wie lange dauert es, bis der Rasen unter dem Beet abstirbt?

In der Regel dauert es etwa 4 bis 8 Wochen, bis der Rasen vollständig abstirbt. Entscheidend hierfür ist eine lichtdichte Abdeckung ohne Lücken. Je dichter die Schichten, desto schneller setzt der Zersetzungsprozess ein.

Kann man ein Beet auf Rasen sofort bepflanzen?

Ja, ein Beet auf Rasen kann sofort bepflanzt werden, sofern die Erd- oder Kompostschicht ausreichend hoch ist. Besonders Setzlinge gedeihen mit dieser Methode gut. Direktsaaten sind erst nach einigen Wochen geeignet.

Welche Jahreszeit ist ideal, um ein Beet auf Rasen anzulegen?

Die besten Zeitpunkte für das Beet anlegen auf Rasen sind Frühjahr und Herbst. In diesen Jahreszeiten sind Temperatur und Feuchtigkeit optimal für die Zersetzung des Rasens. Zudem haben Pflanzen genügend Zeit, sich zu etablieren.

Funktioniert das Anlegen eines Beets auf Rasen auch bei sehr dichtem Rasen?

Ja, auch bei dichtem oder stark verwurzeltem Rasen funktioniert diese Methode zuverlässig. Wichtig ist, mehrere Lagen Karton oder Papier zu verwenden. So wird der Lichteinfall vollständig verhindert.

Muss man ein Beet auf Rasen später doch umgraben?

Nein, bei richtiger Anlage und Pflege ist dauerhaft kein Umgraben nötig. Es reicht aus, regelmäßig zu mulchen und organisches Material nachzuschichten. Das Bodenleben übernimmt die Arbeit dann ganz von selbst.

Fazit: Beet auf Rasen anlegen – einfach, nachhaltig und effektiv

Ein Beet im Rasen anzulegen, ist mehr als nur eine gärtnerische Maßnahme – es ist der erste Schritt, um dem eigenen Garten neues Leben einzuhauchen. Ob klassisch mit dem Spaten oder sanft ohne Umgraben: Beide Methoden führen zu einem Ort, an dem Pflanzen gedeihen, der Boden sich verbessert und Gärtner Freude finden. Mit etwas Geduld und der richtigen Vorbereitung kann selbst eine einfache Rasenfläche in ein lebendiges Beet verwandelt werden, das Saison für Saison Erträge liefert und zeigt, wie erfüllend nachhaltiges Gärtnern sein kann.

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