Wer nur rät oder auf sein Bauchgefühl hört, bekommt schnell einen Rasen so löchrig wie Schweizer Käse. Als Mähroboter-Experte von Segway Navimow sage ich Ihnen: Wir Deutschen schätzen nicht, wir messen! Zu lang oder zu kurz zu wässern verschwendet Wasser, schwächt die Wurzeln und erschwert Ihrem Roboter die Arbeit. Die Bewässerungsdauer ist keine Vermutung, sondern einfache Wissenschaft. Nur die genaue Laufzeit sorgt für starke, tiefe Wurzeln.
Also holen Sie Stoppuhr und Thunfischdosen raus und legen Sie los für einen Rasen, der wirklich den Namen „Teppich“ verdient. In diesem Artikel beantworte ich die wichtigsten Fragen: Wie viel Wasser braucht Ihr Rasen, wie lange sollten Sie gießen, wann ist der beste Zeitpunkt und wie oft sollten Sie wässern.
Inhalt
Wie viel Wasser braucht der Rasen wirklich?
Wie lange soll man den Rasen sprengen und wie viel Wasser braucht er eigentlich? Ganz einfach: Es kommt drauf an! Boden, Wetter und Rasentyp spielen alle mit. Aber keine Sorge, ich mache’s kurz und schmerzlos.
Faktor 1: Der Boden
In Deutschland und Österreich gibt es viele Bodentypen, von sandig und locker bis schwer und lehmig. Genau das bestimmt, wie Sie Ihren Rasen richtig bewässern sollten:
- Sandboden: Wasser fließt schnell durch, daher sollten Sie öfter gießen – alle 3 bis 4 Tage, aber lieber weniger Wasser (10 bis 15 Liter pro Quadratmeter).
- Lehmiger/Toniger Boden: Speichert Wasser gut, kann aber bei zu viel zu Staunässe führen. Besser alle 5 bis 7 Tage kräftig gießen (15 bis 20 Liter), aber langsam, damit das Wasser gut einsickert.
- Lehmboden: Gute Mischung, die Wasser speichert und Luft an die Wurzeln lässt. Ein- bis zweimal pro Woche gießen ist hier ideal.
Profi-Tipp :
- Machen Sie die Spatenprobe! Stechen Sie nach dem Gießen ein Stück Rasen aus. Das Wasser sollte mindestens 15 Zentimeter tief im Boden sein. Wenn nur die Oberfläche feucht ist, war Ihr Aufwand leider umsonst.

Faktor 2: Die Gräsermischung
In vielen Gärten in Deutschland und Österreich steckt meist eine robuste Mischung aus Deutschem Weidelgras, Wiesenrispe und Rotschwingel. Diese Gräser sind pflegeleicht, aber sie haben unterschiedliche Ansprüche:
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne): Sehr widerstandsfähig und schnell wachsend, benötigt etwa 20 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter pro Woche.
- Rotschwingel (Festuca rubra): Kommt mit weniger Wasser und Nährstoffen aus, braucht ungefähr 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter pro Woche, besonders geeignet für schattige Plätze.
- Wiesenrispe (Poa pratensis): Bildet dichte Teppiche und verträgt Hitze gut, benötigt etwa 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter pro Woche, dazu regelmäßige Nährstoffversorgung.

Faktor 3: Wetter und Jahreszeit
Das Wetter und die Jahreszeit bestimmen ebenfalls, wie viel Wasser Ihr Rasen für die Bewässerung benötigt.
- Frühling & Herbst: Oft regnet es genug, zusätzlich gießen ist nur bei langen Trockenphasen nötig.
- Sommer: Die kritische Zeit! Bei über 25 °C verdunsten schnell 4–5 Liter pro Quadratmeter täglich. Beobachten Sie Ihren Rasen genau: Wenn die Halme beim Betreten nicht mehr aufstehen und bläulich-grau werden, braucht er dringend Wasser.
- Winter: In der kalten Jahreszeit ruht der Rasen. Normalerweise ist kein zusätzliches Wässern nötig, da Regen oder Schnee meist ausreichend Feuchtigkeit bringen.
Faktor 4: Der Wachstumszustand des Rasens
Je nach Wachstumszustand benötigt Ihr Rasen unterschiedlich viel Wasser. Gerade in sensiblen Phasen ist die richtige Menge entscheidend für ein gesundes Wachstum und starke Wurzeln.
- Frisch gesäter Rasen: Jetzt ist besondere Vorsicht gefragt! Die Saat muss in den ersten 3 bis 4 Wochen ständig feucht bleiben – nicht nass. An sonnigen Tagen sollten Sie mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten gießen, das entspricht etwa 2 bis 4 Litern pro Quadratmeter pro Tag. Sonst vertrocknen die Keimlinge und das war’s.
- Nach dem Düngen: Unbedingt gründlich wässern! Dabei sollten Sie 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter geben, um die Nährstoffe in den Boden zu spülen und für die Wurzeln verfügbar zu machen. So verhindern Sie auch unschöne Verbrennungen auf dem Gras.
Wie lange sollten Sie Ihren Rasen sprengen?
Heutzutage nutzen fast alle einen Rasensprenger. Aber wie lange sollte der eigentlich laufen? Statt nur auf Ihr Gefühl, eine App oder alte Bauernregeln zu vertrauen, gibt es auch genauere Messmethoden. Rasenbewässerung ist keine Zauberei, sondern einfache Physik.
So messen Sie richtig mit dem Thunfischdosen-Test
- Sie brauchen keine teuren Geräte, sondern nur mindestens sechs leere Dosen oder Becher mit geraden Wänden. Verteilen Sie diese gleichmäßig auf der Rasenfläche, die der Sprenger abdeckt. Stellen Sie einige näher und einige weiter weg vom Sprenger auf.
- Denn kaum ein Sprenger verteilt das Wasser wirklich gleichmäßig. Dann drehen Sie den Hahn auf und lassen den Sprenger für eine genau festgelegte Zeit laufen, zum Beispiel 30 Minuten. Keine Sekunde mehr und keine weniger.
- Nehmen Sie ein Lineal und messen die Wassermenge in jedem Behälter. Notieren Sie die Werte, Sie werden überrascht sein, wie unterschiedlich sie sein können.
- Addieren Sie alle Werte und teilen die Summe durch die Anzahl der Behälter. So erhalten Sie die durchschnittliche Wassermenge in Millimetern, die Ihr Sprenger in 30 Minuten verteilt.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Angenommen, Sie messen nach 30 Minuten eine durchschnittliche Wasserhöhe von 8 Millimetern. Um unsere Zielmarke von etwa 16 Millimetern zu erreichen, müssen Sie die Laufzeit verdoppeln. Ihre Bewässerungsanlage sollte also 60 Minuten laufen, damit der Boden tief genug durchfeuchtet wird. Mit diesem Wissen sind Sie dem Nachbarn weit voraus. Sie gießen nicht mehr „eine halbe Stunde“, sondern geben Ihrem Rasen genau die Menge Wasser, die er für eine kräftige und tiefe Wurzelbildung braucht.

Jeder Sprenger tickt anders!
Der Test ist so wichtig, weil nicht jeder Sprenger gleich ist. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie einen gemütlichen Getrieberegner oder einen schnellen Sprühregner nutzen. Getrieberegner, die sich langsam drehen, brauchen oft am längsten, um die 15 bis 20 Millimeter zu erreichen. Rechnen Sie hier mit 45 bis 90 Minuten. Sprühregner mit festem Sprühkreis sind oft die Schnelleren und schaffen die Menge schon in 20 bis 40 Minuten. Beim klassischen Viereckregner ist die Wasserverteilung oft ungleichmäßig. Der Thunfischdosen-Test ist bei diesem Typ Pflicht, um trockene Stellen oder Pfützen zu vermeiden.
Wann sprenge ich den Rasen?
Hören Sie auf, Ihren Rasensprenger nach Lust und Laune oder nach dem Wetterbericht auf dem Smartphone anzuschalten. Das richtige Timing beim Wässern ist keine Gefühlssache, sondern harte Strategie. Wer hier Fehler macht, riskiert Pilze oder verschwendet Wasser und Geld. Hier erfahren Sie, wann Ihr Rasen wirklich Wasser braucht.
Die goldene Regel: Der frühe Vogel wässert den Wurm
Der beste Zeitpunkt ist frühmorgens, idealerweise zwischen 4 und 8 Uhr. Warum so früh? Ganz einfach:
- Minimale Verdunstung: Die Sonne ist noch schwach, die Luft kühl und der Wind meist ruhig. Das Wasser verdunstet nicht, sondern gelangt direkt zu den Wurzeln.
- Krankheitsprävention: Der Rasen kann tagsüber abtrocknen. Nasse Gräser über Nacht laden Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit oder Schneeschimmel ein. Abends zu gießen, ist daher riskant.
Mittags bei Hitze zu wässern ist sinnlos, das Wasser verdunstet fast vollständig, bevor es die Wurzeln erreicht. Das ist Wasser- und Geldverschwendung. Der späte Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr ist nur eine Notlösung, falls morgens keine Zeit ist. Allerdings steigt dann das Risiko für Pilzbefall.
Sonderregel 1: Nach dem Schnitt ist vor der Ruhepause
Ein frisch gemähter Rasen ist gestresst. Jeder Halm hat Schnittwunden. Wässern Sie direkt danach, spülen Sie Krankheitserreger in diese offenen Stellen. Das ist wie Salz ins Gesicht nach der Rasur. Warten Sie mindestens einen Tag zwischen Mähen und Wässern, damit sich das Gras erholen kann.
Sonderregel 2: Hören Sie auf den Wetterfrosch – aber richtig
Bei Wind bleibt der Wasserhahn zu. Sonst verteilt der Wind die Wassertröpfchen, Ihr Rasen bekommt zu wenig ab und der Nachbar freut sich. Das ist ineffizient und unkollegial.
Sonderregel 3: Das Gesetz ist härter als Ihr durstiger Rasen
Informieren Sie sich auf der Webseite Ihrer Stadt oder Gemeinde über Wasserrestriktionen. Besonders im Sommer gibt es oft Regeln, wann Sie überhaupt wässern dürfen. Wer das ignoriert, riskiert Bußgelder, die teurer sind als ein neuer Rollrasen.

Wie oft muss ich den Rasen wässern?
Die wichtigste Regel lautet: lieber seltener, dafür richtig tief wässern. Wer jeden Tag nur kurz gießt, verwöhnt die Halme, aber die Wurzeln bleiben faul. Ein- bis zweimal pro Woche kräftig wässern sorgt für starke und tiefe Wurzeln. Als Richtwert gelten etwa 10 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Bei Hitze und Trockenheit dürfen es auch zwei bis drei Gaben sein. So bleibt Ihr Rasen dicht und sattgrün statt braun und trocken.
Vergessen Sie den Kalender und vertrauen Sie auf Ihre Augen und einen Spaten. Für einen normalen Garten mit Lehm-Sand-Boden heißt das im Sommer:
- Ein- bis zweimal pro Woche gründlich wässern.
- Beobachten Sie Ihren Rasen genau.
- Wenn er bläulich-grau wird oder die Halme beim Betreten nicht mehr aufstehen, ist es Zeit zum Gießen – egal, was der Kalender sagt.
Ein kluger Gärtner beobachtet, ein fauler gießt stur nach Plan. Und Ihr Mähroboter merkt sofort, ob der Rasen tief und widerstandsfähig ist oder verwöhnt und schwach. Wenn Sie schon so präzise beim Wässern sind, sollte Ihr Mäher nicht nachstehen: Ein Gerät wie der Segway Navimow i105 arbeitet ohne lästiges Begrenzungskabel und mäht so präzise, dass auch er die besten Voraussetzungen für einen wirklichen Teppichrasen schafft. Perfektion in der Pflege verlangt Perfektion in der Technik – und das spart Zeit, die Sie dann für den Thunfischdosen-Test nutzen können.

Fazit
Klartext: Wer seinen Rasen liebt, hört auf zu raten und misst lieber genau. Die Bewässerung hängt von Boden, Gras und Wetter ab. Wichtig ist, lieber selten und dafür richtig tief zu gießen, etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter, damit die Wurzeln stark werden.
Nutzen Sie den Thunfischdosen-Test, um die richtige Bewässerungsdauer zu ermitteln. Gießen Sie am besten frühmorgens und sorgen Sie dafür, dass der Boden mindestens 15 Zentimeter tief durchfeuchtet ist. So bekommt Ihr Rasen die Kraft, die Ihr Mähroboter verdient und Ihre Nachbarn auch.
Und apropos stressfreie Perfektion: Ein moderner Mähroboter wie der Segway Navimow i-Serie mit seiner kabellosen (kein Begrenzungskabel!) und präzisen Navigation sorgt dann ganz nebenbei dafür, dass dieser top-bewässerte Rasen auch perfekt geschnitten wird. Kein Gejammer mehr, sondern Resultate. Packen Sie's an!
FAQs: Mehr Fragen zum Thema Rasen sprengen
Kann ich meinen Rasen nachts wässern?
Das Wässern nachts ist nicht zu empfehlen. Die Nässe bleibt über Nacht liegen und fördert Pilzkrankheiten.
Wann sollte ich nach dem Düngen den Rasen wässern?
Warten Sie ein bis zwei Tage nach dem Düngen mit dem Wässern. Beachten Sie aber immer die Anweisungen des Düngemittelherstellers, da manche Dünger sofortige Bewässerung benötigen.
Wie verhindere ich Staunässe beim Bewässern?
Bei schweren Böden empfiehlt sich die „Cycle and Soak“-Methode: Statt lange am Stück zu gießen, teilen Sie die Bewässerung in mehrere kurze Zyklen mit Pausen. So kann das Wasser besser einsickern und läuft nicht ab.
Welche Fehler sollten Sie bei der Rasenbewässerung vermeiden?
Vermeiden Sie das Gießen zur falschen Tageszeit (z. B. mittags oder abends), zu kurze oder zu lange Bewässerungszeiten ohne Messung und das Ignorieren der Bodenart. Richtiges Timing und Mengenanpassung sind entscheidend für gesunden, tiefwurzelnden Rasen.








Share: