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Eine kahle Erdfläche im Garten, ein paar Unkrautreste, unebener Boden und der Gedanke: Samen drauf, gießen, fertig. Genau so fangen viele an und wundern sich später, warum der Rasen nicht so wird, wie erhofft. Wer einen Rasen anlegen will, ohne später nachbessern zu müssen, der sollte ein paar grundlegende Dinge beachten.

Das größte Problem zeigt sich nämlich erst Wochen später. Da sind plötzlich Lücken im Rasen, es gibt ungleichmäßiges Wachstum und Stellen, die einfach nicht dicht werden wollen. Der Grund liegt häufig in der Vorbereitung oder darin, dass man einfach zum falschen Zeitpunkt angefangen hat.

Einen neuen Rasen anzulegen bedeutet, Entscheidungen zu treffen, die sich später kaum korrigieren lassen. Der richtige Zeitpunkt, die Bodenvorbereitung und die Wahl der Methode entscheiden darüber, ob der Rasen dauerhaft dicht und gesund wächst.

In diesem Beitrag geht es genau darum. Er erklärt, wann und wie Sie am besten mit konkreten Schritten vorgehen, mit realistischen Erwartungen und ohne unnötigen Aufwand.

Rasenkante wird vor dem Neuanlegen des Rasens mit einem Spaten sauber abgestochen

Wann sollte man den Rasen neu anlegen?

Der richtige Zeitpunkt klingt banal, ist aber entscheidend. Gerade im April ist die Versuchung groß, an den ersten warmen Tagen loszulegen – oft mit enttäuschendem Ergebnis. Der Boden ist noch zu kühl, die Keimung zieht sich hin, und der Rasen entwickelt sich zögerlich und lückenhaft.

Am besten lässt sich ein Rasen im späten Frühjahr neu anlegen. Ab Mitte Mai sind die Nächte weitgehend frostfrei, der Boden ist durchgehend warm, und die Samen keimen gleichmäßig. Der junge Rasen gerät dann weniger unter Stress und wächst zügiger an.

Auch der frühe Herbst eignet sich gut, um einen neuen Rasen anzulegen. Der Boden hat noch Wärme gespeichert, die Luft ist feuchter, und es gibt weniger Hitzeperioden. Die Erde staubt kaum noch, bleibt länger feucht und bietet gute Bedingungen für die Keimung.

Der Hochsommer dagegen ist problematisch. Ein einziger heißer Nachmittag ohne Wasser reicht aus, und die Keimlinge vertrocknen. Besonders auf sandigen Böden passiert das schneller, als man reagieren kann. Der Winter scheidet ohnehin aus. Kalter Boden, fehlendes Bodenleben und Frost machen einen vernünftigen Start unmöglich.

Den Rasen neu anlegen – welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, um einen Rasen neu anzulegen. Bei manchen klappt das Säen problemlos, bei anderen sieht die Fläche wochenlang aus wie ein Flickenteppich. Wieder andere schwören auf Rollrasen und würden nie anders vorgehen. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit, Geduld und Budget man mitbringt.

Rasen säen

Das Säen ist der klassische Weg, um einen neuen Rasen anzulegen. Der größte Vorteil liegt darin, dass man die Rasenmischung selbst bestimmen kann. So lässt sich der Rasen an sonnige oder schattige Bereiche anpassen, an leichte oder schwere Böden. Der Rasen entwickelt sich langsamer, dafür aber stabiler und langfristig dichter.

Der Nachteil zeigt sich in den ersten Wochen. Natürlich darf der Boden nicht austrocknen – und genau das wird im Alltag schnell unterschätzt. Ein heißer Nachmittag, ein vergessener Gießgang, und die Keimlinge vertrocknen. Das war es dann.

Lücken lassen sich später nur schwer wieder schließen. Wer aber Zeit mitbringt und regelmäßig gießt, bekommt am Ende einen dichten Rasen, der gut zum Standort passt.

Rollrasen verlegen

Rollrasen ist das genaue Gegenteil. Morgens noch Erde, abends schon grün. Das klingt verlockend, hat aber seinen Preis. Die Rollen sind schwer, feucht und körperlich deutlich anstrengender zu verlegen, als es auf den ersten Blick wirkt. Dafür wirkt die Fläche aber innerhalb weniger Stunden fertig.

Der Haken liegt im Untergrund. Der muss wirklich eben sein. Jeder Huckel und jede Senke bleiben sichtbar. Was beim Säen noch zusammenwachsen kann, zeichnet sich beim Rollrasen sofort ab.

Dazu kommt der Preis: vor allem bei größeren Flächen wird es teuer. Außerdem muss sich der Rasen erst noch verwurzeln, in den ersten Wochen ist auch hier Vorsicht geboten.

Rollrasen lohnt sich also vor allem dann, wenn schnell ein nutzbarer Garten entstehen soll oder wenig Zeit für die Pflege bleibt. Wer Geduld hat und den Garten Schritt für Schritt entwickeln will, kommt mit Säen günstiger und flexibler ans Ziel.

Gestapelte Rollrasenbahnen vor dem Verlegen im Garten

Soll ich den alten Rasen entfernen, ja oder nein?

In manchen Fällen ist es sinnvoll, den Rasen zu fräsen und neu anzulegen, etwa bei stark verdichtetem Boden.

Aber nicht jede Fläche braucht einen kompletten Neustart. Wenn die Grasnarbe zwar dünn ist und hier und da Unkraut wächst, der Boden darunter aber noch locker und lebendig wirkt, reicht in vielen Fällen eine gezielte Aufbereitung. Ein komplettes Fräsen und neu anlegen ist dann übertrieben.

Das Fräsen lohnt sich vor allem dann, wenn Unkraut den Großteil der Fläche übernommen hat oder der Boden stark verdichtet ist. Die Bodenfräse arbeitet sich durch die alte Grasnarbe und zerkleinert Wurzeln. Das Ergebnis fühlt sich zunächst wie ein kompletter Neuanfang an, bringt aber auch Risiken mit sich.

Ein häufiger Fehler ist nämlich, zu tief zu fräsen. Der Boden wirkt danach schön locker und weich. Monate später zeigt sich dann das Problem. Die Fläche sackt ab, es entstehen Senken, und beim Mähen fällt jede Unebenheit auf. Das lässt sich nur schwer korrigieren.

Meistens reicht es aus, problematische Stellen gezielt zu entfernen, den Boden zu lockern und aufzubereiten. Alte Grasreste raus, verdichtete Bereiche aufbrechen, dann ausgleichen und ruhen lassen. Der Aufwand ist geringer, und das Ergebnis oft besser, weil die bestehende Bodenstruktur erhalten bleibt. Manchmal braucht der Rasen einfach weniger Eingriff als gedacht.

Der wichtigste Schritt: den Boden vorbereiten

Hier entscheidet sich, ob der Rasen später gleichmäßig wächst oder ob man bei jedem Mähen über Unebenheiten stolpert. Wer den Boden nur grob lockert und glatt zieht, bekommt eine Fläche mit kleinen Wellen, die dauerhaft sichtbar bleiben. Was man hier übersieht, fällt später bei jedem Schnitt auf.

Die richtige Bodenkonsistenz

Der Boden sollte locker sein, aber nicht zu weich. Wenn man mit dem Fuß leicht auftritt, darf er nachgeben, aber nicht einsinken. Fühlt er sich an wie ein Sofa, ist er zu locker. Wirkt er hart wie ein Weg, ist er zu fest. Die Harke sollte gleichmäßig gleiten, ohne zu springen, und eine ebene Oberfläche hinterlassen.

Steine und Wurzeln entfernen

Alle Steine und Wurzelreste müssen raus. Auch kleine Steine, die man im lockeren Boden leicht übersieht. Sie drücken sich später nach oben, genau dort, wo der Mäher entlangfährt. Alte Wurzelreste zersetzen sich mit der Zeit, der Boden sackt nach, und es entstehen Mulden.

Ruhezeit einplanen

Nach dem Einebnen sollte die Fläche ein paar Tage ruhen. Der Boden setzt sich, vor allem nach einem leichten Regen. Was vorher glatt wirkte, zeigt dann meist noch kleine Unebenheiten. Jetzt ist der richtige Moment zum Nacharbeiten.

Wer hier sorgfältig arbeitet, spart sich später viel Aufwand. Der Rasen wächst gleichmäßiger, das Mähen läuft ohne Probleme, und die Fläche bleibt dauerhaft eben.

Vorbereiteter Gartenboden vor dem Rasen anlegen mit Bewässerungsschlauch

Richtig Rasen anlegen: die Aussaat

Nach der Vorbereitung kommt die Aussaat. Die Samen sollten möglichst gleichmäßig verteilt werden. Am besten geht das in zwei Richtungen, einmal längs und einmal quer über die Fläche. So vermeidet man kahle Stellen.

Samen leicht einarbeiten

Die Samen werden danach leicht eingearbeitet, aber wirklich nur oberflächlich. Sie brauchen Bodenkontakt, dürfen aber nicht vergraben werden. Wer sie zu tief in die Erde bringt, verhindert die Keimung.

Die Gleichmäßigkeit in diesem Schritt entscheidet über das spätere Ergebnis.

Richtig wässern

Dann kommt das Wasser, am besten wie feiner Regen ohne Druck. Die Oberfläche sollte gleichmäßig dunkel und feucht werden. Pfützen dürfen nicht entstehen. Wenn das Wasser stehen bleibt, war es zu viel.

Keimung abwarten

In den ersten Tagen passiert scheinbar nichts – und genau das verunsichert viele.

Dann tauchen kleine grüne Spitzen auf, erst vereinzelt, ein paar Tage später immer mehr. Bis sich eine geschlossene Fläche zeigt, dauert es etwa zwei bis drei Wochen.

Wichtig: Nicht betreten

Der junge Rasen ist in dieser Phase sehr empfindlich. Jeder Schritt hinterlässt Spuren, die lange sichtbar bleiben. Geduld bringt hier mehr als jedes Nachbessern.

Die Pflege nach dem Anlegen: jetzt zählen die ersten Wochen

Der erste Schnitt

Der erste Schnitt ist heikel. Die Halme sind noch weich und nicht gefestigt, der Rasen ist kaum belastbar. Deshalb sollte man hoch schneiden, sehr hoch. Das fühlt sich fast falsch an, weil man das Gefühl hat, eigentlich noch gar nichts zu machen.

Aber der Rasen braucht das. Die Halme richten sich besser auf, und die Wurzeln bekommen Zeit, sich weiterzuentwickeln.

Richtig wässern

Beim Wässern gilt: Lieber öfter kurz als selten lange. Der Boden soll feucht bleiben, aber nicht nass. Staunässe erkennt man daran, dass die Oberfläche glänzt, der Boden schmierig wird und beim Betreten leicht klebt.

Dann war es zu viel. In dieser Phase lohnt es sich, öfter zu kontrollieren, statt stur nach Plan zu gießen.

Belastung vermeiden

Ein junger Rasen verzeiht wenig. Weder spielende Kinder noch Gartenmöbel oder intensive Nutzung. Was jetzt zusammengedrückt wird, wächst nur langsam wieder nach. Wer dem Rasen die ersten Wochen Ruhe gönnt, bekommt später eine dichtere und gleichmäßigere Fläche.

8 typische Fehler beim neuen Rasen

Typischer Fehler Was dabei passiert
Zu wenig Geduld Ungeduld steht ganz oben. Zu früh gemäht, zu früh betreten. Die Halme sind noch nicht stabil, die Wurzeln schwach. Der Schaden zeigt sich oft erst Wochen später.
Zu früh mähen Der Rasen wirkt zwar schon grün, ist aber noch nicht gefestigt. Ein früher Schnitt schwächt die Pflanzen und bremst das Wurzelwachstum.
Zu früh betreten Jeder Schritt drückt den Boden zusammen. Spuren bleiben sichtbar, manche Stellen erholen sich nur langsam oder gar nicht.
Falsches Wässern Abends viel und kalt zu gießen klingt logisch, ist es aber nicht. Der Boden bleibt lange nass, riecht muffig, und das Bodenleben leidet.
Zu selten kontrollieren In den ersten Wochen reicht ein fester Gießplan meistens nicht. Wetter, Wind und Boden spielen mit. Wer nicht hinschaut, reagiert zu spät.
Zu viel eingreifen Hier nachsäen, dort nachbessern, ständig etwas verändern. Der Rasen braucht Zeit. Vieles regelt sich von selbst, wenn man ihn lässt.
Unebenen Boden ignorieren Kleine Senken fallen anfangs kaum auf. Später sammeln sich dort Wasser und Nährstoffe, der Rasen wächst ungleichmäßig.
Zu hohe Erwartungen Ein neuer Rasen sieht am Anfang in vielen Fällen wild aus. Unterschiedliche Grüntöne, Lücken, unruhiges Wachstum. Das normalisiert sich mit der Zeit.

Langfristig gepflegt – warum sauberes Mähen wichtig ist

Wenn der Rasen einmal etabliert ist, ändert sich der Fokus. Jetzt geht es weniger um einzelne Problemstellen, sondern um Regelmäßigkeit. Gleichmäßige Schnitte, feste Intervalle, keine großen Sprünge. Ein Rasen wird dichter, wenn er konsequent gepflegt wird, ohne ständig neu justiert zu werden.

Sauberes Mähen hält den Rasen dicht

Gleichmäßige Schnitte halten den Rasen kompakt und verhindern starke Höhenunterschiede. So entstehen keine Fahrspuren oder Stresszonen. Je gleichmäßiger der Rhythmus, desto ebener bleibt die Fläche.

Automatisierung spart Zeit

Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, kann auf Mähroboter setzen. Sie pflegen den Rasen automatisch und gleichmäßig, ohne dass man ständig daran denken muss. Der Schnitt bleibt konstant, die Intervalle regelmäßig – und genau diese Ruhe sorgt oft für dichteres Wachstum.

Weitere Informationen zur modernen Rasenpflege mit Mährobotern finden Sie auf der offiziellen Navimow-Webseite.

Fazit

Einen Rasen anzulegen dauert. Nicht einen Nachmittag, sondern mehrere Wochen. Es ist kein einzelner Arbeitsschritt, sondern ein Prozess mit Entscheidungen, kleinen Korrekturen und viel Geduld. Manches läuft nicht perfekt, manches braucht länger als gedacht.

Wer sich Zeit für die Bodenvorbereitung nimmt, den richtigen Zeitpunkt abwartet und dem jungen Rasen Ruhe gönnt, wird belohnt. Nicht sofort, aber nachhaltig. Der Aufwand lohnt sich, und am Ende steht eine dichte, gleichmäßige Rasenfläche.

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