Der März ist ein Übergangsmonat, der sich selten festlegen lässt. An manchen Morgen liegt noch ein dünner Frost zwischen den Halmen, besonders dort, wo der Schatten lange bleibt. Ein paar Stunden später trocknet die Sonne die Fläche an, und der Garten wirkt plötzlich wie im Frühjahr.
In genau diesem Hin und Her fragen sich viele Gartenbesitzer: Wann im Frühjahr lässt sich der Rasen zum ersten Mal sinnvoll mähen oder, kurz gesagt, wann beginnt das Rasenmähen im März?
Der Kalender ist dafür nur ein grober Anhaltspunkt. Es gibt Jahre, in denen der März noch halb im Winter hängt, in anderen zeigen sich schon erste frische Spitzen, obwohl die Nächte noch kühl sind. Wer in dieser Phase zu früh schneidet, sieht die Folgen oft erst Wochen später: Die Grasnarbe wirkt dünner und einzelne Stellen bleiben länger flach.
Deshalb lohnt es sich, weniger auf das Datum zu schauen und stärker darauf, was Boden und Halme selbst anzeigen.
Inhalt
- Ab wann der erste Schnitt im Frühjahr sinnvoll ist
- Rasen mähen im März – was der Boden vorher braucht
- Die richtige Schnitthöhe zum Saisonstart
- Tageszeit & Bedingungen: Wann das Mähen im Frühjahr gut funktioniert
- Wie Mähroboter den Frühjahrsstart erleichtern
- Häufige Fehler beim ersten Schnitt – und wie sie entstehen
- Die Pflege nach dem ersten Schnitt
- Fazit
- FAQ
Ab wann der erste Schnitt im Frühjahr sinnvoll ist
Der Rasen startet ins Wachstum, sobald der Boden dauerhaft etwas Wärme hält. In vielen Jahren geschieht das Mitte März, manchmal auch später. Entscheidend ist, was die Fläche selbst zeigt: Die Halme stellen sich etwas auf, und an einigen Stellen schimmern die ersten, leicht hellgrünen Spitzen durch.
Ein guter Hinweis kommt oft aus den kühlen Schattenbereichen hinter dem Gartenhaus. Wenn der Boden dort morgens noch fest oder kalt wirkt, steckt die Grasnarbe meist insgesamt in der Winterruhe – dann wäre ein Schnitt noch zu früh.
Erst wenn der Untergrund beim Gehen nicht mehr schwammig wirkt und die Halme spürbar mehr Spannung haben, passt der Moment.
Man kann auch mit dem Ohr arbeiten! Ein dumpfer, feuchter Klang beim Betreten spricht für zu viel Restnässe. Ein leicht trockenes Rascheln dagegen passt meist gut zum Frühjahrsstart.
Der Ratgeber Rasenpflege im Frühjahr vom Verband Wohneigentum betont ebenfalls, dass der erste Schnitt erst erfolgen sollte, wenn der Rasen sichtbar in sein Wachstum startet und der Boden ausreichend Tragfähigkeit zeigt.

Rasen mähen im März – was der Boden vorher braucht
Bevor die Messer im Frühjahr das erste Mal laufen, braucht der Rasen vor allem einen Boden, der tragfähig ist. Im März wirkt die Oberfläche oft schon trocken, aber darunter steckt manchmal noch der weiche, nasse Winterboden.
Wenn man dann zu früh mäht, drückt das Gewicht des Mähers kleine Furchen in die Fläche. Solche Spuren verschwinden erst nach Wochen.
Auch die Halme selbst sind zu dieser Zeit noch nicht in voller Kraft. Sie kommen aus dem Winter, in dem sie kaum gewachsen sind, und reagieren empfindlich auf tiefe Schnitte. Nimmt man ihnen jetzt zu viel Blattfläche, fehlt ihnen genau das Material, das sie für den Start ins Frühjahr brauchen.
Was viele im März auch unterschätzen, ist der Wind. Er trocknet die Oberfläche schnell ab, während die Feuchtigkeit im Boden bleibt. Die Fläche wirkt also optisch bereit, sie fühlt sich beim Betreten trotzdem noch leicht schwammig an. Dann lohnt es sich, einfach einen Tag zu warten.
Oft reicht genau dieser kleine Aufschub, damit der Boden fester wird und der erste Schnitt sauber gelingt.
Der Fachartikel Rasenpflege vom Frühjahr bis zum Herbst empfiehlt ebenfalls, den Rasen im frühen Jahr nicht zu kurz zu schneiden, um die jungen Halme nicht unnötig zu schwächen.
Die richtige Schnitthöhe zum Saisonstart
Der erste Schnitt im März ist weniger ein Formen als ein sanftes Sortieren. Die Fläche wirkt zu dieser Zeit oft noch unruhig, die Halme stehen in unterschiedlichen Längen. Darum stellt man den Mäher am besten eine Stufe höher ein als gewohnt. So bleibt genug Blattfläche, und der Boden wird nicht sofort freigelegt.
Im frühen Frühjahr lohnt sich Zurückhaltung. Die Halme kommen gerade erst aus dem Winter und verlieren schnell an Stabilität, wenn man zu tief schneidet. Der Rasen wirkt dann zwar kurz sauber, hält diesen Eindruck aber selten lange.
Mit jeder Woche wird der Rasen kräftiger und verträgt wieder kürzere Intervalle. Das erkennt man gut daran, dass nach dem Mähen nicht mehr diese hellen Spitzen auftauchen, wie es Anfang März oft der Fall ist.
Die Fläche bekommt eine ruhigere, gleichmäßigere Farbe – ein Zeichen dafür, dass die Gräser richtig im Jahr angekommen sind. Ein höherer Schnitt hilft ihm dagegen, Schritt für Schritt in den Jahresrhythmus zu kommen (bestätigt auch in Fachratgebern wie Rasen im Frühling pflegen).

Tageszeit & Bedingungen: Wann das Mähen im Frühjahr gut funktioniert
Der März hat sein eigenes Licht. Am Morgen liegt oft noch ein Rest Tau auf der Fläche, besonders in schattigen Ecken. Gegen Mittag wirkt der Garten dann schon wie ein halber April: etwas wärmer, ein bisschen Bewegung im Gras – man spürt, dass die Saison anrollt.
Für den ersten Schnitt eignen sich meist die Stunden zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag. Dann ist der Tau weg, der Boden leicht erwärmt, und die Halme stehen stabiler. Viele Flächen reagieren empfindlich, wenn erst am späten Nachmittag gemäht wird: Die Halme werden weicher und lassen sich weniger sauber schneiden.
Fachseiten wie Rasenpflege im Frühjahr betonen ebenfalls, dass ein ausreichend abgetrockneter Boden entscheidend ist, weil Restfeuchtigkeit die Halme beim Schneiden schneller ausfransen lässt.
Wichtig ist, dass die Fläche wirklich trägt. Im März kann die Oberfläche trocken wirken, während der Boden darunter noch klamm ist. Wenn der Untergrund beim Gehen leicht nachgibt, lohnt es sich zu warten – selbst wenn oben schon alles trocken aussieht. Ein leicht trockener Tag ohne starken Wind sorgt in dieser Phase für das sauberste Schnittbild.
Wie Mähroboter den Frühjahrsstart erleichtern
Der Übergang vom Winter ins Frühjahr ist selten gleichmäßig. Manche Flächen treiben früh aus, andere wirken noch wochenlang wie im Februar.
Ein Mähroboter gleicht solche Unterschiede gut aus, weil er den Rasen nicht auf einmal kürzt, sondern in vielen kleinen Schritten. Dadurch entsteht kein Schnittschock, ein Vorteil in einer Phase, in der die Wurzeln noch träge sind und die Halme erst langsam an Kraft gewinnen.
Hilfreich ist auch, dass man per App genau steuern kann, wann der Roboter fährt. Mähroboter wie die von Navimow lassen sich so programmieren, dass sie nur dann fahren, wenn der Boden stabil genug ist oder wenn gerade eine Wolke vorbeizieht. Im März, wenn sich Licht und Temperatur schnell ändern, fühlt sich der Rasen damit sichtbar wohler.
Details zu Steuerung und allen Modellen gibt's auf der offiziellen Navimow Website und in der Navimow Mähroboter-Kollektion.
Häufige Fehler beim ersten Schnitt – und wie sie entstehen
Viele Fehler im Frühjahr entstehen unbemerkt. Sobald die ersten warmen Sonnenstunden kommen, greifen viele sofort zum Mäher, obwohl der Rasen in dieser Übergangsphase oft noch weich und wenig stabil ist.
Einer der häufigsten Fehler ist ein zu früher, zu tiefer Schnitt. Die Halme wirken nach dem Winter länger, als sie tatsächlich stabil sind. Schneidet man sie jetzt zu kurz, öffnet man die Grasnarbe stärker, und erst Wochen später zeigen sich kleine Lücken oder helle Stellen.
Ein zweites typisches Problem ist der Untergrund. Nach Regen oder Tau sieht die Oberfläche trocken aus, aber der Boden gibt beim Gehen noch nach. Dann entstehen beim Mähen feine Druckrillen, die man erst später im Schnittbild erkennt.
Viele übersehen auch, wie träge Geräte nach dem Winter reagieren. Messer, die noch kalt oder leicht stumpf sind, reißen eher, statt sauber zu schneiden. Schon ein paar Minuten im milderen Licht – oder ein kurzer Probelauf – sorgen für ein deutlich ruhigeres Schnittbild.
Und dann ist da dieser Frühjahrsimpuls, die Fläche sofort „ordentlich“ haben zu wollen. Verständlich, aber oft unnötig. Im März braucht der Rasen weniger Perfektion als Geduld. Ein sanfter Start sorgt dafür, dass er im Mai deutlich kräftiger wirkt, statt sich erst mühsam zu erholen.
Die Pflege nach dem ersten Schnitt
Nach dem ersten Schnitt braucht der Rasen vor allem eines: ein paar ruhige Tage. In dieser kurzen Phase sortieren sich die Halme neu, und die Grasnarbe gewinnt wieder etwas Halt. Wenn man zu früh über die Fläche läuft, entstehen schnell kleine Eindrücke im Boden. Das ist nichts Dramatisches, aber sie bleiben oft länger sichtbar, als man denkt.
Lose Blätter oder Winterreste sollten jetzt auch nicht liegen bleiben, weil sie den jungen Halmen das Licht nehmen. Ein leichtes Lüften mit der Harke reicht völlig aus, gerade so viel, dass verdichtete Stellen wieder atmen können. Mehr braucht es im März nicht.
Dieser Monat ist sowieso kein Zeitpunkt für große Eingriffe. Also kein „großes Aufräumen“. Der März ist eher ein behutsamer Start in die Saison. Hier entscheidet sich, wie stabil und sauber der Rasen im weiteren Frühjahr wächst.

Fazit
Der März ist für viele Rasenflächen der Moment, in dem die winterliche Ruhe langsam abfällt und die ersten stabilen Wachstumsschritte beginnen. Dabei zählt weniger ein festes Datum als das, was Boden und Halme selbst zeigen.
Wer den ersten Schnitt behutsam setzt, die Schnitthöhe etwas höher wählt und die kleinen Signale der Fläche ernst nimmt, legt das Fundament für eine starke Saison.
Mähroboter helfen in dieser Übergangsphase, weil sie den Rasen in vielen kleinen Etappen pflegen, ohne die jungen Halme zu überfordern. So startet die Fläche ruhig, gleichmäßig und mit genug Kraft in das Frühjahr – und alles Weitere baut sich fast von selbst auf.
FAQ
Wann im Frühjahr sollte der Rasen das erste Mal gemäht werden?
Sobald die Halme wieder sichtbar nach oben schieben und der Boden nicht mehr matschig wirkt. Wenn die Schuhe beim Betreten nicht einsinken und die Nächte milder werden, ist der Zeitpunkt meist nah.
Ist der März immer der richtige Zeitpunkt?
Oft trifft das zu, aber der Kalender täuscht manchmal. Ein kühler März hält das Wachstum zurück, ein milder Februar schiebt es früher an. Entscheidend ist die Wuchsbereitschaft des Rasens – nicht das Datum.
Wie kurz sollte der erste Schnitt sein?
Nur leicht kürzen. Die Halme brauchen im Frühjahr etwas mehr Länge, um sich zu stabilisieren und den Boden vor den noch frischen Temperaturschwankungen zu schützen.
Was tun, wenn noch Frost angekündigt ist?
Dann besser warten. Halme, die über Nacht gefroren sind, brechen schneller und sehen anschließend stumpf oder graugrün aus. Ein paar Tage Geduld helfen mehr als ein zu früher Schnitt.
Kann man direkt nach dem ersten Mähen vertikutieren?
Besser nicht sofort. Die Fläche sollte erst wieder Spannung aufnehmen und aktiv wachsen. Vertikutieren belastet den Rasen spürbar, und ein paar ruhige Tage nach dem ersten Schnitt machen den Unterschied.








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