Heute ist der Tag. Oder auch nicht. Denn man hat sich fest vorgenommen, endlich zu mähen, und dann hat es in der Nacht ordentlich geregnet. Der Mäher steht bereit und der Rasen wirkt noch feucht vom Tau. Tja, perfektes Timing sieht anders aus!
Schnell stellt sich dann die Frage: Kann man überhaupt nassen Rasen mähen, ohne dem Grün oder der Technik zu schaden? Grundsätzlich ist Mähen bei Nässe möglich, allerdings wird der Schnitt schnell unsauber. Und ganz nebenbei leidet der Boden, weil feuchter Untergrund schneller nachgibt.
Aber die Situation lässt sich auch viel entspannter lösen. Denn moderne Mähroboter – zum Beispiel die Modelle der Navimow i Series – erkennen Regen und hohe Feuchtigkeit automatisch. Das spart Gartenbesitzern nicht nur Nerven, sondern sorgt auch dafür, dass der Rasen gleichmäßiger aussieht und die Messer länger scharf bleiben.
Inhalt
- Warum das Mähen bei Nässe überhaupt problematisch ist
- Kann man nassen Rasen denn überhaupt mähen?
- Wie moderne Mähroboter das Problem automatisch lösen
- Die Rasenpflege nach dem Regen – 4 Tipps für gesunde Flächen
- Wie automatisierte Systeme das Wetter ausgleichen
- Das Fazit: besser warten oder automatisieren
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum das Mähen bei Nässe überhaupt problematisch ist
Wieso verursacht Nässe aber solche Probleme beim Mähen? Das ist einfach erklärt: Ein kurzer Schauer schadet dem Rasen in der Regel nicht. Allerdings sind ein wirklich nasser Boden und feuchte Halme eine ganz andere Geschichte. Dann haben nicht nur Mähroboter, sondern sogar Akku- oder Benzinmäher gleichermaßen zu kämpfen.
1. Der Rasen leidet unter dem sogenannten Feuchtschnitt
Nasse Grashalme werden weicher und elastischer. Dadurch biegen sich viele Halme weg, statt sauber ins Messer zu laufen. Die Folge? Spitzen fransen aus oder reißen ein.
Die Royal Horticultural Society empfiehlt deshalb, feuchte Flächen möglichst nicht zu schneiden, weil beschädigte Halme zu allem Übel auch noch anfälliger für Pilze sind. Und das stimmt: Über eingerissene Stellen dringt die Feuchtigkeit schneller ein, was z. B. Pilzbefall wie durch den Schneeschimmel (Microdochium) begünstigen kann.
2. Der Boden selbst nimmt Schaden
Ist der Boden sehr feucht, verlieren die oberen Millimeter ihre Stabilität. Beim Gehen drückt man dann die Struktur leicht ein. Ein Mäher bringt natürlich noch etwas mehr Gewicht auf die Waage, und dadurch verdichtet sich die oberste Schicht noch schneller.
3. Die Belastung für Technik und Messer steigt deutlich
Nasses Schnittgut setzt sich schnell am Mähdeck fest. Viele, die das kleine Abenteuer „nassen Rasen mähen” gewagt haben, werden das bestätigen können. Das bremst die Messer, sorgt für mehr Widerstand und kann die Technik unnötig belasten. Dazu kann Feuchtigkeit an Kontakten bei Akkugeräten massive Störungen auslösen.
Und ja: Selbst Mähroboter mögen Nässe nur begrenzt. Die Technik ist zwar geschützt, aber die Messer arbeiten einfach ineffizienter, wenn die Halme feucht zusammenkleben.

Kann man nassen Rasen denn überhaupt mähen?
Technisch gesehen: ja. Praktisch gesehen: eher nicht. Allerdings gibt es ein paar Situationen, in denen ein Schnitt trotzdem möglich ist. Wenn man ein bisschen genauer hinschaut.
Bei leichtem Tau am Morgen
Ein feuchter Film auf den Halmen ist eigentlich kein Problem. Maßgeblich ist, ob die Halme beim Darüberstreichen noch Wasser abgeben.
Nach einem kurzen Regenschauer
Da reicht oft eine kurze Trockenphase, solange der Boden nicht nachgibt. Die Michigan State University weist darauf hin, dass feuchter Boden bei häufigem Mähen schneller verdichtet. Die Wurzeln bleiben dann flacher.
Mit der richtigen Mähtechnik
Jeder, der beruflich mit Klingen zu tun hat, weiß: Scharfe Messer schneiden besser. Beim Rasenschnitt wirkt sich das bei Feuchtigkeit besonders aus. Stumpfe Schneiden reißen die Halme eher ab, statt sie wirklich zu schneiden.
Hier drei wichtige Vorsichtsmaßnahmen
- 1. Die Schnitthöhe leicht erhöhen
Am besten stellt man die Klingen ein bis zwei Stufen höher. So vermeiden Sie, dass das Messer in den weichen Boden „hineingreift“. Und das ist bei nasser Erde ziemlich schnell passiert.
- 2. Die Messer unbedingt scharf halten
Haben wir gerade schon angemerkt: Nasse Halme knicken leichter ab und scharfe Klingen reduzieren das Risiko ausgefranster Spitzen deutlich.
- 3. Das feuchte Schnittgut entfernen Nasses
Gras verklumpt schnell und bleibt gern liegen. Dadurch entsteht eine Art Filzschicht, die kaum Luft durchlässt. Aber es reicht schon, das feuchte Schnittgut nach dem Mähen mit einem Rechen aufzunehmen – der Rasen dankt es Ihnen.
Wann Sie auf jeden Fall warten sollten:
Wenn sich beim Betreten des Rasens Wasser an den Schuhen sammelt oder der Boden spürbar nachgibt, ist es eindeutig zu früh. In diesem Zustand hinterlässt jedes Mähen Verdichtungen und Spuren, die das Wurzelwachstum dauerhaft beeinträchtigen können.
Warten Sie lieber, bis die Grasnarbe wieder fester wirkt und die Oberfläche trocken genug ist – dann lohnt sich der Schnitt wirklich.
Wie moderne Mähroboter das Problem automatisch lösen
Das Thema „nassen Rasen mähen“ ist inzwischen nicht mehr ganz so heikel wie früher. Denn moderne Mähroboter nehmen einem viele Entscheidungen ab. Besonders dann, wenn das Wetter wieder mal macht, was es will.
Geräte wie der Navimow i105 oder i108 aus der kabellosen Navimow i Series reagieren in Echtzeit auf Feuchtigkeit und passen ihr Verhalten automatisch an. Im Alltag reduziert das den Kontrollaufwand deutlich, weil man nicht dauernd in den Garten schauen muss, ob alles trocken genug ist.
Die intelligente Wettersteuerung
Die Roboter der i Series analysieren laufend Wetter- und Umgebungsdaten. Sie registrieren steigende Feuchtigkeit und veränderte Bodenhaftung und fahren bei Bedarf automatisch zur Ladestation zurück.
Dadurch vermeidet der Roboter Feuchtschnitt und entlastet gleichzeitig die Messer. Ein Punkt, den man gern unterschätzt, denn je weniger Widerstand das Messer hat, desto länger bleibt es scharf.
Wasserschutz und Haltbarkeit
Alle Mähroboter der i Series sind nach IP66 zertifiziert, das bedeutet, sie sind spritzwassergeschützt und staubdicht. Ein kurzer Schauer bringt sie also nicht aus der Ruhe.
Entscheidend ist aber nicht die Schutzklasse, sondern die Art, wie der Roboter Feuchtigkeit bewertet: Er unterscheidet nämlich zwischen leichtem Nieselregen (der meistens kein Problem ist) und echter Nässe, die den Fahrantrieb oder das Schnittbild beeinträchtigen könnte.
Beispiel: Der Navimow i105 in der Praxis
Der Navimow i105 eignet sich für kleine bis mittlere Gärten. Sein EFLS-System erstellt eine detaillierte digitale Karte, sodass er nach einer Pause exakt an der Stelle weiter mäht, an der er aufgehört hat. Dabei ist es ganz egal, wie verwinkelt der Garten ist.
Die integrierte VisionFence™-Kamera erkennt Hindernisse, kleine Pfützen oder auch helle Reflexionen auf nassem Gras, die der Roboter dann automatisch umfährt. Das sorgt für ein gleichmäßigeres Schnittbild, selbst wenn das Wetter in der Woche vielleicht etwas chaotischer als sonst war.

Die Rasenpflege nach dem Regen – 4 Tipps für gesunde Flächen
Wer seinen Garten dauerhaft in Form halten möchte, der sollte nach Regenperioden ein paar einfache Dinge beachten. Denn nasser Boden reagiert empfindlicher, und manche Stellen brauchen danach ein kleines bisschen Hilfe, um wieder richtig durchzustarten.
1. Den richtigen Zeitpunkt abwarten
Am besten mäht man erst wieder, wenn die Oberfläche wirklich abgetrocknet ist. Die Halme sollten sich beim Darüberstreichen straff und federnd anfühlen. Ein kleiner Test hilft fast immer: Wenn beim Betreten kein Wasserfilm mehr an der Schuhsohle hängen bleibt, ist der Boden stabil genug.
Das klingt vielleicht banal, ist aber tatsächlich einer der zuverlässigsten Indikatoren.
2. Schnittreste entfernen
Bei Feuchtigkeit verklumpt Gras besonders schnell. Und diese Klumpen liegen dann wie kleine Matten auf der Rasenfläche und blockieren Licht und Luft.
Wenn man aber nach dem Mähen einfach mal kurz mit einem Rechen über die Fläche geht und die gröbsten Reste aufnimmt, dann verhindert das mögliche Fäulnis und bremst auch die Moosbildung (denn Moos setzt sich in solchen feuchten „Nestern“ gern fest).
3. Den Rasen lüften und düngen
Nach längeren Regenphasen lohnt sich eine kleine Bodenpflege. Weil feuchter Boden dazu neigt, an der Oberfläche zu verschmieren, kommt als Folge weniger Luft an die Wurzeln. Ein kurzer Durchgang mit der Lüftwalze lockert die Oberfläche wieder auf und überschüssige Feuchtigkeit kann besser entweichen.
Weil durch Regen mitunter Nährstoffe ausgewaschen werden, kann, wer möchte, im Anschluss etwas organischen Dünger oder eine dünne Schicht Kompost einarbeiten. Ein kleiner Nachschub sorgt dafür, dass der Rasen wieder „ins Wachstum findet“.
4. Messer und Gehäuse reinigen
Feuchtigkeit und Metall sind keine gute Kombination. Deshalb ist es mehr als störend, dass nasses Schnittgut stärker haftet und sich gern am Messer, im Deck und in kleinen Ecken absetzt. Die Feuchtigkeit fördert Korrosion und lässt die Klingen schneller stumpf werden.
Eine einfache Routine nach jedem Einsatz schafft hier Abhilfe: einfach einmal kurz das Mähwerk reinigen und trocknen. Und für Akku-Mäher gilt eine kleine Faustregel: erst reinigen, dann laden. So vermeidet man, dass Restfeuchte an die Kontakte gelangt.
Wie automatisierte Systeme das Wetter ausgleichen
Tau am Morgen oder kleine Regenschauer sorgen oft dafür, dass man den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt verpasst. Genau hier zeigen moderne Mähroboter ihre Stärke. Sie entscheiden nicht nach Gefühl, sondern nach den tatsächlichen Bedingungen im Garten.
Die Modelle der Navimow i Series werten kontinuierlich Wetter- und Feuchtigkeitsdaten aus und pausieren automatisch, sobald der Untergrund zu nass wird. Das schont nicht nur die Messer und verhindert Feuchtschnitt, das Mähen bei stabilen Bedingungen entlastet natürlich auch den Rasen.
Für die alltägliche Pflege bedeutet das, dass die Grünfläche gleichmäßig gepflegt bleibt, ohne dass man selbst einschätzen muss, ob der Boden schon trocken genug ist. Vor allem in Phasen mit wechselhaftem Wetter erspart das viele Kontrollgänge.
Studien zeigen dazu, dass autonom gemähte Flächen langfristig homogener wachsen, ganz einfach weil regelmäßige Kurzschnitte die Halme zur Verzweigung anregen.

Das Fazit: besser warten oder automatisieren
Die Kernfrage bleibt: Kann man nassen Rasen eigentlich mähen?
Feuchte Halme lassen sich schlechter schneiden, die Messer stumpfen schneller ab und das Schnittbild wirkt häufig unruhig. Dazu kommt, dass der Boden bei Nässe empfindlicher reagiert. Wer zu früh mäht, ärgert sich später oft über kleine Schäden, die sich leicht hätten vermeiden lassen.
In vielen Fällen hilft es, einfach ein paar Stunden zu warten. Stehen die Halme wieder aufrecht und der Boden ist fest, wird der Schnitt sauberer.
Die wenigsten werden das Ganze ständig selbst beurteilen wollen, deshalb fahren sie mit einem automatisierten System viel entspannter. Ein Navimow Mähroboter erkennt Feuchtigkeit selbstständig, pausiert bei nassem Untergrund und macht erst weiter, wenn die Bedingungen wirklich passen.
So bleibt der Rasen gleichmäßig gepflegt, ohne dass man jedes Mal neu entscheiden muss, ob es gerade geht oder nicht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist es schlimm, wenn man nassen Rasen mäht?
Ja. Nasse Halme fransen schneller aus, der Boden verdichtet leichter und nasses Schnittgut belastet die Technik.
Wie trocken muss Rasen zum Mähen sein?
Wenn kein Wasser mehr an den Schuhen haftet und die Halme wieder straff stehen.
Wie kann man am besten nassen Rasen mähen?
Wenn es nicht anders geht: Schnitthöhe erhöhen, scharfe Messer nutzen und Schnittreste entfernen.
Kann man morgens feuchten Rasen mähen?
Leichter Tau geht oft, nasses Gras nach Regen eher nicht. Am besten mäht man spät vormittags.
Ab wann ist Gras trocken genug zum Mähen?
Wenn die Halme aufrecht stehen und beim Darüberstreichen keine Feuchtigkeit mehr spürbar ist.







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