Nach dem Rasenmähen stellt sich vielen Gartenbesitzern die Frage, ob man den Rasen nach dem Mähen wässern sollte oder ob dies dem Gras schaden kann. Besonders bei warmem Wetter wirkt der frisch geschnittene Rasen schnell trocken und empfindlich. Gleichzeitig besteht die Unsicherheit, ob falsches Gießen Krankheiten oder ein schwaches Wurzelwachstum begünstigt. In diesem Artikel erfahren Sie, ob man Rasen nach dem Mähen wässern darf, wann es sinnvoll ist und wie Sie Ihren Rasen optimal pflegen, um langfristig ein gesundes und kräftiges Grün zu erhalten.
Inhalt
Darf man Rasen nach dem Mähen wässern?
Ja, grundsätzlich kann man Rasen nach dem Mähen wässern. Das Gießen direkt nach dem Schnitt schadet dem Rasen nicht, sofern er gesund ist und richtig gepflegt wird. Im Gegenteil: Nach dem Mähen kann Wasser dem Gras helfen, sich schneller zu regenerieren, besonders bei trockenen oder warmen Wetterbedingungen. Die Grashalme verlieren durch den Schnitt Feuchtigkeit, die durch gezieltes Wässern wieder ausgeglichen werden kann.
Ein kleiner Tipp: Wenn Sie zuerst mähen und den Rasen nach dem Mähen wässern, wirkt die Fläche oft besonders frisch und sattgrün – ähnlich wie auf professionellen Gartenfotos. Wichtig ist jedoch die richtige Reihenfolge dieser Pflegeschritte, denn sie beeinflusst maßgeblich die Gesundheit des Rasens. Genau darauf gehen wir im nächsten Abschnitt näher ein.
Die richtige Reihenfolge: Erst mähen, dann wässern
Für eine gesunde Rasenpflege empfiehlt es sich, zuerst zu mähen und den Rasen nach dem Mähen zu wässern. Vom umgekehrten Vorgehen ist eher abzuraten, da das Mähen von nassem Gras mehrere Nachteile mit sich bringt. Ein feuchter Rasen lässt sich schlechter schneiden und kann langfristig Schaden nehmen.
- Unsauberer Schnitt und ausgefranste Grashalme
- Verklumpen des Schnittguts auf der Rasenfläche
- Höhere Belastung für den Rasenmäher
- Erhöhtes Risiko für Pilzkrankheiten
Wenn Sie dennoch vor dem Mähen wässern möchten, sollte der Rasen vollständig abgetrocknet sein. Ideal ist es, morgens zu mähen, sobald der Tau verschwunden ist, und anschließend den Rasen gezielt zu bewässern.
Weitere Tipps rund ums Rasenmähen
Neben der richtigen Reihenfolge von Mähen und Wässern spielt auch der richtige Zeitpunkt für den Rasenschnitt eine entscheidende Rolle. Je nach Jahreszeit reagiert der Rasen unterschiedlich auf das Mähen. Wenn Sie diese Unterschiede berücksichtigen, fördern Sie ein gleichmäßiges Wachstum und schaffen die beste Grundlage dafür, den Rasen nach dem Mähen wässern zu können, ohne ihn zu belasten.
Wann sollte ich meinen Rasen mähen? — Saisonale Empfehlungen
Der richtige Zeitpunkt zum Mähen hängt von der Saison ab:
- Frühling: Sobald der Rasen nach dem Winter wieder wächst – meist im März/April – beginnt die Mähsaison. Mähen Sie regelmäßig, sobald der Rasen trocken ist, aber noch nicht extrem heißes Wetter herrscht.
- Sommer: In den warmen Monaten wächst der Rasen am schnellsten. Mähen Sie häufiger, aber vermeiden Sie die heißeste Tageszeit, um Stress für das Gras zu vermeiden.
- Herbst: Wenn das Wachstum langsamer wird, können Sie weiterhin mähen, aber seltener als im Sommer.
- Winter: In vielen Regionen ruht der Rasen – Mähen ist kaum nötig, außer bei milderen Bedingungen mit Wachstum.

Wie hoch sollte der Rasen idealerweise gemäht werden?
Die optimale Schnitthöhe spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit und das Erscheinungsbild Ihres Rasens. Für einen klassischen Gebrauchs- oder Zierrasen wird eine Schnitthöhe von etwa 4 bis 5 cm empfohlen. Diese Höhe sorgt für dichte Grasnarben und kräftige Wurzeln.
Während der Sommermonate sollte der Rasen etwas höher bleiben, idealerweise 5 bis 6 cm, da längere Grashalme den Boden vor starker Sonneneinstrahlung schützen und die Verdunstung von Wasser reduzieren. Im Frühjahr und Herbst kann der Rasen etwas kürzer geschnitten werden, etwa 3,5 bis 4 cm, da die Temperaturen milder sind und das Gras sich schneller regeneriert.
Unabhängig von der Jahreszeit gilt die wichtige Regel, nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal zu entfernen. Ein zu kurzer Schnitt schwächt den Rasen und erhöht seinen Wasserbedarf – besonders relevant, wenn Sie den Rasen nach dem Mähen wässern möchten, um ihn optimal zu unterstützen.
Welche Art von Rasenmäher sollten Sie verwenden?
Die Wahl des passenden Rasenmähers hängt vor allem von der Größe Ihres Gartens, der Beschaffenheit der Fläche und Ihrem gewünschten Pflegeaufwand ab.
1. Handgeführte Rasenmäher
Handgeführte Rasenmäher wie Elektro-, Akku- oder Benzinmäher sind vielseitig einsetzbar:
- Akku- und Elektro-Modelle eignen sich besonders für kleine bis mittelgroße Gärten und überzeugen durch leisen Betrieb und einfache Handhabung.
- Benzinmäher bieten mehr Leistung und Flexibilität bei größeren oder unebenen Flächen.
2. Spindelmäher
Spindelmäher arbeiten mit einem scherenartigen Schnittsystem und sind ideal, wenn Sie Wert auf ein besonders gleichmäßiges und gepflegtes Rasenbild legen. Sie werden häufig für Zierrasen oder kleinere Flächen eingesetzt. Für sehr große Grundstücke bieten sich Aufsitz- oder Zero-Turn-Mäher an. Sie ermöglichen effizientes Arbeiten und sparen Zeit bei umfangreichen Rasenflächen.
3. Mähroboter
Mähroboter, wie zum Beispiel Navimow, übernehmen das Mähen vollautomatisch. Dank moderner Navigation, leiser Arbeitsweise und App-Steuerung sorgen sie regelmäßig für kurze, gleichmäßige Halme – eine komfortable Lösung für dauerhaft gepflegten Rasen.

Pflege und Wartung Ihres Rasenmähers
Ein gut gepflegter Rasenmäher sorgt nicht nur für saubere Schnitte, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Geräts. Nach jedem Einsatz sollten Sie Schnittgut und Schmutz entfernen – bei Elektro- oder Akku-Mähern achten Sie darauf, dass das Gerät ausgeschaltet und vom Stromnetz getrennt ist. Die Messerklingen sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf geschärft werden, um ein sauberes Schneidebild zu gewährleisten.
Bei Benzinmähern empfiehlt sich zusätzlich die Kontrolle von Ölstand, Luftfilter und Zündkerze. Lagern Sie den Mäher an einem trockenen, gut belüfteten Ort, um Rostbildung zu vermeiden. Für Mähroboter wie Navimow ist es sinnvoll, die Sensoren und Räder sauber zu halten und die Software regelmäßig zu aktualisieren. So bleibt Ihr Rasenmäher zuverlässig einsatzbereit und Ihr Rasen stets gepflegt.
Wann und wie sollten Sie Ihren Rasen richtig wässern?
Nach dem richtigen Mähen stellt sich die nächste wichtige Frage: Wann und wie wird der Rasen optimal bewässert? Der Zeitpunkt und die Art des Wässerns haben großen Einfluss darauf, wie gut sich der Rasen vom Schnitt erholt. Besonders wenn Sie den Rasen nach dem Mähen wässern, kommt es auf die richtige Methode an, um Wachstum und Widerstandskraft gezielt zu fördern.
Wie sollten Sie Ihren Rasen richtig wässern?
Beim Rasenbewässern gilt: Lieber seltener, dafür gründlich wässern, als häufig nur oberflächlich zu wässern.
Eine längere Bewässerung sorgt dafür, dass das Wasser tief in den Boden eindringt und nicht nur die oberste Erdschicht befeuchtet. Dadurch werden die Wurzeln angeregt, tiefer in den Boden zu wachsen, was den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit macht. Kurze, häufige Wassergaben hingegen führen dazu, dass sich die Wurzeln nahe der Oberfläche entwickeln und der Rasen schneller austrocknet.
Um die Wasseraufnahme zusätzlich zu verbessern, können Boden- oder Rasen-Netzmittel (Infiltrations- bzw. Benetzungsmittel) eingesetzt werden. Diese helfen dem Wasser, die Bodenoberfläche schneller zu durchdringen und den Rasen gleichmäßig zu durchfeuchten – besonders sinnvoll, wenn Sie den Rasen nach dem Mähen wässern und eine optimale Regeneration unterstützen möchten.

Wie oft und wie lange sollte der Rasen bewässert werden?
Für eine nachhaltige Rasenpflege empfiehlt es sich, den Rasen nicht täglich, sondern etwa zwei- bis dreimal pro Woche zu bewässern. So kann das Wasser tief in den Boden eindringen und stärkt die Wurzeln – eine gute Ergänzung, wenn Sie den Rasen nach dem Mähen wässern.
Die empfohlene Bewässerungsdauer richtet sich nach der eingesetzten Technik:
- Automatische Bewässerungssysteme: ca. 20–30 Minuten pro Durchgang
- Mobile Rasensprenger: pro Rasenbereich etwa 45–60 Minuten
Beim Wässern des Rasens ist es wichtig, eine gleichmäßige und stabile Bewässerungsroutine beizubehalten. Vermeiden Sie es, den Rasen vollständig austrocknen zu lassen und ihn erst dann wieder intensiv zu gießen. Dieses ständige Wechselspiel aus Trockenstress und erneuter Wasserversorgung zwingt den Rasen immer wieder in eine Ruhe- bzw. Regenerationsphase, was auf Dauer unnötig viele Nährstoffreserven verbraucht.
Der beste Zeitpunkt zum Wässern
Der optimale Zeitpunkt zum Bewässern Ihres Rasens ist morgens, sobald der Tau getrocknet ist. So kann das Wasser tief in den Boden eindringen und die Wurzeln optimal versorgen. Mittags oder nachmittags verdunstet Wasser bei hoher Sonneneinstrahlung schnell und erreicht die Wurzeln nur unzureichend. Abends oder nachts verbleibt Wasser länger auf den Grashalmen, was das Risiko von Pilzbefall und Krankheiten erhöht. Morgendliches Wässern sorgt dafür, dass der Rasen nach dem Mähen ausreichend Feuchtigkeit bekommt und sich gesund regenerieren kann.

FAQs
1. Soll man nach dem Rasenmähen gießen?
Ja, Sie dürfen den Rasen nach dem Mähen wässern. Es schadet dem Gras nicht, im Gegenteil: Wasser unterstützt die Regeneration und sorgt dafür, dass die Wurzeln tief und kräftig wachsen. Am besten gießen Sie nach dem Mähen gründlich und gleichmäßig, um die Feuchtigkeit optimal in den Boden zu bringen.
2. Wann sollte man den Rasen nicht mähen?
Mähen sollten Sie vermeiden, wenn der Rasen nass oder gefroren ist. Zu feuchtes Gras verklumpt, wird ungleichmäßig geschnitten und erhöht das Risiko von Krankheiten. Auch bei sehr heißem Wetter ist ein Schnitt in der Mittagshitze ungünstig, da der Rasen unter Stress geraten kann.
3. Welcher Rasenmäher eignet sich für mich?
Die Wahl hängt von der Größe und Beschaffenheit Ihres Gartens ab. Elektro- oder Akku-Rasenmäher eignen sich für kleine bis mittelgroße Flächen, Benzinmäher für größere Flächen oder unebenes Gelände. Für sehr große Grundstücke sind Aufsitz- oder Zero-Turn-Mäher praktisch. Mähroboter, wie Navimow, übernehmen das Mähen automatisch und sorgen für regelmäßige Pflege.
4. Wie viele Minuten soll man den Rasen wässern?
Die Dauer hängt vom verwendeten System ab: Bei Bewässerungsanlagen genügen meist 20–30 Minuten, bei mobilen Rasensprengern etwa 45–60 Minuten pro Rasenbereich. Wichtig ist eine tiefe Durchfeuchtung, nicht oberflächliches Gießen, um ein starkes Wurzelwachstum zu fördern.








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