Sobald der erste Frost den Rasen erreicht, stellt sich für viele Besitzer die Frage, wie sie ihren Mähroboter richtig überwintern. Eine unsachgemäße Vorbereitung kann zu Schäden am Akku, an der Elektronik oder am Schneidwerk führen und den Start in die nächste Saison verzögern.
Mit dieser siebenstufigen Checkliste erfahren Sie, wie Sie Ihren Mähroboter winterfest machen. Von der richtigen Akkupflege über die Reinigung und den Messerwechsel bis zur sicheren Lagerung der Ladestation decken wir alles ab, damit Ihr Roboter den Winter unbeschadet übersteht und im Frühjahr sofort einsatzbereit ist.
Inhalt
- Punkt 1. Den perfekten Zeitpunkt zum Mähroboter überwintern wählen ✅
- Punkt 2. Eine Generalreinigung zum Mähroboter-Winterschlaf durchführen ✅
- Punkt 3. Der Akku – Das Herzstück des Mähroboters winterfest machen ✅
- Punkt 4. Die Messer für das neue Jahr scharf machen ✅
- Punkt 5. Ladestation und Kabel für den Winter richtig sichern ✅
- Punkt 6. Die Einlagerung – Das perfekte Winterquartier finden ✅
- Punkt 7. Notfallplan und Luxus-Option für Ihren Mähroboter überwintern ✅
- Fazit: Gut vorbereitet für die nächste Saison
Punkt 1. Den perfekten Zeitpunkt zum Mähroboter überwintern wählen ✅
Timing entscheidet, wer zu spät reagiert, riskiert im Frühjahr einen Mähroboter in Zombiestimmung statt einen einsatzbereiten Gartenhelfer. So vermeiden Sie teure Überraschungen beim Winterstart.
Ab wann Mähroboter überwintern?
Fixe Kalenderdaten sind egal, die Natur gibt den Takt vor. Fallen die Nächte dauerhaft unter 10 Grad und stagniert das Graswachstum, ist es Zeit, den Mähroboter winterfest zu machen. Spätestens beim ersten Nachtfrost gehört der Roboter ins Trockene, sonst leidet der Akku unnötig.
Muss der Mähroboter vor dem Winter noch einmal mähen?
Ja, unbedingt. Das ist keine Option, sondern Pflicht, und zwar nicht für den Mähroboter, sondern für die Gesundheit Ihres Rasens. Ein letzter sauberer Schnitt auf etwa 4 Zentimeter verhindert, dass lange, nasse Halme unter dem Schnee faulen und Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel entstehen.
Was noch tun, bevor der Mähroboter zum Überwintern ausgeschaltet wird?
Firmware-Update prüfen. Viele Hersteller wie Segway Navimow optimieren im Herbst den Ladealgorithmus und den Winterschlaf-Modus des Akkus. Kurz verbinden, Update installieren und dann ausschalten. Ein kleiner Klick, der den Akku für die Winterpause stark macht.

Punkt 2. Eine Generalreinigung zum Mähroboter-Winterschlaf durchführen ✅
Der Zeitpunkt ist geklärt, jetzt geht es ans Eingemachte. Nach einem ganzen Sommer voller nassem Gras, Erde und Insektenresten klebt unter dem Mähroboter eine Mischung, die nicht nur unschön aussieht, sondern technisch richtig Ärger machen kann, wenn sie über den Winter stehen bleibt.
Warum ist die Vor-Winter-Reinigung für Ihren Mähroboter so wichtig?
Feuchte Grasreste sind sauer und fördern über Wochen und Monate Korrosion an Messerschrauben und Ladekontakten. Getrockneter Schmutz kann im Frühjahr bewegliche Teile wie Räder oder Mähdeck blockieren und den Motor unnötig belasten. Ganz zu schweigen davon, dass man keinen schimmelnden Biotop-Kandidaten in Garage oder Keller züchten möchte.
Wie läuft die Mähroboter-Reinigung für die Winterpause ab?
Bevor es ans Eingemachte geht, zuerst das richtige Werkzeug zusammenstellen. Hochdruckreiniger oder fließendes Wasser sind tabu. Wer hier zum Kärcher greift, riskiert Lager- und Elektronikschäden und einen teuren Frühlingstotalschaden. Stattdessen sollten Sie folgendes bereithalten:
- Bürsten: hart für groben Schmutz, weich fürs Gehäuse
- Spatel aus Holz oder Kunststoff, ein alter Küchenschaber tut es auch, um verkrustetes Gras vom Mähdeck zu lösen
- Druckluftspray oder Kompressor für schwer erreichbare Ecken
- Ein leicht feuchtes Tuch für das Finish am Gehäuse

Schritt-für-Schritt-Schlachtplan:
- Sicherheit zuerst: Arbeitshandschuhe anziehen, die Messer sind auch im Stillstand scharf.
- Grobes entfernen: Roboter umdrehen und mit Spatel den dicken Schmutz vom Mähdeck und aus den Radkästen lösen.
- Feinarbeit: Mit harter Bürste Mähdeck und Räder reinigen, Druckluft in alle Ritzen und Lüftungsschlitze pusten.
- Finish: Gehäuse mit feuchtem Tuch abwischen, damit alles sauber aussieht.
- Ladekontakte prüfen: Roboter und Station gründlich trocken abwischen. Bei ersten Korrosionsspuren vorsichtig feines Schleifpapier einsetzen. Saubere Kontakte garantieren einen reibungslosen Start im Frühling.

Punkt 3. Der Akku – Das Herzstück des Mähroboters winterfest machen ✅
Ihr Mähroboter glänzt außen, aber das wahre Herzstück, der Akku, ist unsichtbar und gleichzeitig das teuerste Teil. Willkommen beim größten Glaubenskrieg der Mähroboter-Welt, bei dem selbst Hersteller sich widersprechen. Wir zeigen die einzig wirklich sinnvolle Methode, um den Akku unbeschadet durch den Winter zu bringen.
Auf wie viel Prozent soll der Akku geladen werden?
Moderne Lithium-Ionen-Akkus mögen weder 0 % noch 100 %. Beides stresst die Zellen unnötig. Ideal ist ein Ladezustand von 80–90 %. Damit gleicht der Akku die natürliche Selbstentladung über Monate aus, ohne dauerhaft unter maximaler Spannung zu stehen.
Wie überwintern Sie den Mähroboter-Akku korrekt?
- Ziel-Ladezustand herstellen: Nach der Reinigung den Roboter einmal vollständig aufladen. Anschließend den Akku durch eine kurze Leerlaufphase ohne Mähbetrieb etwas entladen. So erreicht er den idealen Winterwert von etwa 80 bis 90 Prozent. Danach den Mähroboter über den Hauptschalter komplett ausschalten.
- Richtig lagern: Bei entnehmbaren Akkus diesen herausnehmen. Lagern Sie Akku oder kompletten Roboter an einem trockenen, kühlen und frostfreien Ort. Ideal sind Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C. Ein Heizungskeller ist oft zu warm, eine unbeheizte Garage zu kalt.
- Optionaler Profi-Check: Wer es perfekt machen will, kontrolliert Mitte Januar den Ladestand. Fällt er unter 40 %, kurz für ein bis zwei Stunden nachladen. So vermeiden Sie Tiefentladung und verlängern die Lebensdauer des Akkus spürbar.

Punkt 4. Die Messer für das neue Jahr scharf machen ✅
Nachdem Akku und Roboter vorbereitet sind, geht es ans Schneidwerk. Ein scharfes Messer ist keine Spielerei, sondern Voraussetzung für einen gesunden Rasen. Die Winterpause ist ideal, um hier klare Verhältnisse zu schaffen.
Warum jetzt die Messer wechseln und nicht erst im Frühling?
Zwei Gründe: Erstens Zeit und Stress. Im Frühling wollen Sie mähen, nicht Ersatzteile bestellen und schrauben. Zweitens das Schnittergebnis. Stumpfe Messer reißen das Gras ab, statt sauber zu schneiden. Das führt zu ausgefransten Spitzen und einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten.
Messer schleifen oder austauschen?
Bei kleinen Klingen, wie bei Segway Navimow i-Serie, ist Schleifen eher Theorie als Praxis. Tauschen ist die klare Lösung. Ein neuer Satz kostet wenig, garantiert perfekte Schärfe und die richtige Unwucht. Bei großen, festen Messern, wie bei Segway Navimow X3, kann Schleifen funktionieren, aber auch hier ist der Austausch die Rundum-sorglos-Lösung.
| Navimow Tipp: Immer den kompletten Messersatz inklusive neuer Schrauben wechseln, sonst drohen Unwucht, Vibrationen und teure Schäden am Messermotor. |
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Punkt 5. Ladestation und Kabel für den Winter richtig sichern ✅
Die Elektronik in der Ladestation ist fast so empfindlich wie die im Roboter. Feuchtigkeit und Frost können Korrosion und teure Schäden verursachen, also handeln Sie mit Bedacht.
Ladestation abbauen oder draußen lassen?
Die klare Empfehlung lautet: Station abbauen. So schützen Sie die Elektronik und die Ladekontakte zuverlässig vor Frost und Feuchtigkeit. Wer die Station nicht abbauen kann, trennt sie vom Stromnetz und deckt sie lückenlos mit einem Eimer oder einer robusten Plane ab.

Was ist mit den Kabeln des Mähroboters in der Winterpause?
Beim klassischen Mähroboter müssen die freiliegenden Enden des Begrenzungskabels an der Station vor Feuchtigkeit geschützt werden, zum Beispiel in einer wasserdichten Box oder mit Polfett. Wer es einfacher mag, kann die Enden in eine Plastiktüte stecken und fest umwickeln. Beim kabellosen Segway Navimow i105 entfällt das Begrenzungskabel komplett, sodass dieser Punkt bei der Winterlagerung wegfällt. Wichtig bleibt nur, die Ladestation und das Netzteil trocken und frostfrei aufzubewahren.
Punkt 6. Die Einlagerung – Das perfekte Winterquartier finden ✅
Sie haben den Roboter gereinigt, den Akku geladen und die Messer getauscht. Doch wenn Sie ihn jetzt am falschen Ort lagern, war alles umsonst. Das Winterquartier ist keine Nebensache, sondern die finale Prüfung.
Die drei Gebote für den perfekten Lagerort:
Merken Sie sich diese drei Worte: Trocken, frostfrei, sicher.
- Trocken: Hohe Luftfeuchtigkeit ist Gift für Elektronik. Der Lagerort muss absolut trocken sein.
- Frostfrei: Temperaturen dürfen nicht unter den Gefrierpunkt fallen. Ideal sind konstant 5°C bis 15°C. Eine unbeheizte Blechgarage oder ein zugiger Holzschuppen sind ungeeignet.
- Sicher: Der Roboter darf nicht umfallen, von Fahrrädern umgestoßen werden oder als Ablage für schwere Kisten dienen.
Wie soll der Roboter gelagert werden?
Lagern Sie ihn immer stehend auf seinen eigenen Rädern auf einer ebenen Fläche. Niemals auf Kopf oder Seite legen, sonst wirkt über Monate Druck auf die falschen Bauteile. Aufhängen an der Wand ist nur möglich, wenn der Hersteller eine dafür vorgesehene Wandhalterung anbietet, die das Gewicht korrekt verteilt. Ohne diese Halterung ist Aufhängen tabu.

Punkt 7. Notfallplan und Luxus-Option für Ihren Mähroboter überwintern ✅
Das Leben läuft selten nach Plan. Wenn Sie diesen Leitfaden erst nach dem ersten Frost entdecken oder die ganze Prozedur zu aufwendig ist, gibt es zwei Rettungsanker.
Hilfe, mein Mähroboter stand schon draußen im Frost. Ist er jetzt Schrott?
Keine Panik, aber handeln Sie richtig. Der größte Fehler ist, den eiskalten Roboter ins Warme zu holen und sofort an die Ladestation anzuschließen. Das kann einen Kurzschluss verursachen. Richtig geht es so:
- Roboter sofort ins Haus holen.
- An einen trockenen Ort stellen und 24 Stunden nicht anfassen. Im warmen Raum bildet sich Kondenswasser im kalten Gerät.
- Erst nach 24 Stunden Akklimatisierung einschalten und die restliche Checkliste wie Reinigung und Ladung durchführen. Die Chancen stehen gut, dass er überlebt hat.
Ich will mir die Arbeit sparen. Gibt es eine einfachere Methode, meinen Mähroboter zu überwintern?
Ja, die „Sorglos-Variante“ oder Luxus-Option. Viele Fachhändler und Hersteller bieten einen professionellen Winterservice an. Sie geben das Gerät im Herbst ab und holen es im Frühling perfekt gewartet zurück. Der Service beinhaltet:
- Professionelle Reinigung mit Spezialwerkzeug
- Messerwechsel und Motorprüfung
- Software-Update und Funktionsdiagnose
- Kontrollierte Ladung und Lagerung des Akkus
- Sichere, trockene Einlagerung
Ja, das kostet Geld, aber es spart Arbeit, garantiert ein perfektes Ergebnis und ist die beste Versicherung für Ihre Investition.
Fazit: Gut vorbereitet für die nächste Saison
Eine Stunde Arbeit im Herbst erspart Ihnen im Frühling teure Reparaturen und graue Haare. Mit dieser Checkliste haben Sie nicht nur alles richtig gemacht, sondern mehr als die meisten. Jetzt hat sich Ihr Mähroboter seine Winterpause verdient und Sie sich auch.








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