Eine sauber eingerichtete Sperrzone ist bei einem Navimow Mähroboter deutlich mehr als nur eine praktische App-Funktion. Sie sorgt dafür, dass der Roboter bestimmte Bereiche im Garten zuverlässig ausspart – etwa Blumenbeete, Teiche, Sprinklerköpfe, junge Pflanzen, Wurzeln oder temporäre Hindernisse wie ein Trampolin. Gerade weil Navimow ohne klassischen Begrenzungsdraht arbeitet, ist die richtige Karteneinstellung entscheidend dafür, dass der Mäher präzise, sicher und ohne unnötige Unterbrechungen arbeitet.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie eine Navimow Sperrzone einrichten, wann sie wirklich sinnvoll ist und worauf Sie bei verschiedenen Modellen wie i-Series, i2 LiDAR, i2 LiDAR Pro, i2 AWD und X4 achten sollten. Außerdem erklären wir typische Fehler beim Anlegen von Sperrzonen und geben praktische Tipps, damit empfindliche Gartenbereiche geschützt bleiben und der Rasen trotzdem gleichmäßig gepflegt wird.
Was ist eine Navimow Sperrzone?
Eine Navimow Sperrzone ist ein Bereich innerhalb der Mähfläche, den der Mähroboter gezielt meiden soll. Sie wird in der Navimow-App als Kartenelement angelegt. Der Roboter berücksichtigt diese Fläche anschließend beim Mähen und fährt um sie herum.
Sinnvoll ist eine Sperrzone vor allem bei Bereichen, die geschützt oder bewusst nicht gemäht werden sollen. Typische Beispiele sind Blumenbeete, Teiche, Sprinklerköpfe, kleine Bäume, Rasendekorationen, freiliegende Wurzeln oder empfindliche Gartenbereiche. Auch temporäre Objekte wie ein Trampolin oder ein Grill können als Sperrzone markiert und später wieder gelöscht werden.
In den Navimow-Handbüchern wird die Sperrzone auch als BioLife-Insel bezeichnet. Damit kann nicht nur ein Hindernis geschützt werden, sondern auch eine kleine Naturfläche entstehen, auf der Gras und Pflanzen für Bienen, Schmetterlinge und Igel wachsen können.
Navimow Sperrzone einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Eine Sperrzone richten Sie in der Navimow-App über die Kartenverwaltung ein. Voraussetzung ist, dass die Mähkarte bereits erstellt wurde und der Mähroboter mit der App verbunden ist.
Schritt 1: Karte öffnen
Öffnen Sie die Navimow-App, wählen Sie Ihren Mähroboter aus und gehen Sie zu Kartenverwaltung. Dort wählen Sie die Mähkarte aus, die bearbeitet werden soll.

Schritt 2: Sperrzone hinzufügen
Öffnen Sie die Kartenbearbeitung und wählen Sie Sperrzone oder BioLife-Insel aus. Die genaue Bezeichnung kann je nach Modell und App-Version leicht abweichen.

Schritt 3: Bereich markieren
Markieren Sie den Bereich, den der Navimow meiden soll. Folgen Sie dabei den Anweisungen in der App. Bei Modellen, bei denen der Bereich durch Führen des Mähroboters gesetzt wird, sollten Sie ruhig am Rand entlanggehen. Die Kontur sollte klar sein; sehr enge Winkel sind zu vermeiden. Als Richtwert gilt: Der Drehwinkel sollte nicht kleiner als 90° sein.

Schritt 4: Speichern und kontrollieren
Speichern Sie die Sperrzone und prüfen Sie beim nächsten Mähvorgang, ob der Mähroboter den Bereich sauber umfährt. Fährt er zu nah an Beet, Teich, Pool oder Sprinklerkopf heran, sollte die Sperrzone etwas größer gesetzt werden. Bleibt zu viel Rasen ungemäht, kann sie vorsichtig verkleinert werden.
Wichtig: Eine Sperrzone liegt innerhalb der bestehenden Mähfläche. Sie ersetzt nicht die äußere Begrenzung und sollte auch nicht mit einer VisionFence™-Aus-Zone verwechselt werden.
Sperrzone je nach Navimow Modell: i-Series, i2 LiDAR, i2 AWD und X4
Nicht jedes Navimow Modell wird gleich eingesetzt. Bei einfachen Gärten schützen Sperrzonen meist Beete, Bäume oder Spielgeräte. Bei komplexeren Flächen kommen Teiche, Wurzeln, Hanglagen oder mehrere Mähzonen hinzu. Grundsätzlich gilt: Eine Sperrzone ist sinnvoll, wenn ein Bereich dauerhaft geschützt oder bewusst nicht gemäht werden soll.
Navimow i-Series: ideal für klassische Sperrzonen im Garten
Die Segway Navimow i-Series ist für kompakte Rasenflächen und typische Hausgärten ausgelegt. Mit virtuellen Begrenzungen lassen sich einzelne Bereiche gezielt aus der Mähfläche ausschließen.
- Typische Einsatzfälle: Sperrzonen lohnen sich bei Blumenbeeten, kleinen Bäumen, Rasendekorationen, Teichen, Sprinklerköpfen oder hervortretenden Wurzeln. Auch Trampolin oder Grillplatz können temporär markiert und später wieder gelöscht werden.
- Wichtig beim Einrichten: Folgen Sie den Schritten in der Navimow-App und führen Sie den Mähroboter möglichst ruhig am Rand des Bereichs entlang. Die Kontur sollte klar sein; sehr enge Winkel sind zu vermeiden. Laut Handbuch sollte der Drehwinkel nicht kleiner als 90° sein.
- Nicht jedes Hindernis braucht eine Sperrzone: Harte Hindernisse über 10 cm kann die iSeries erkennen und umfahren. Für Beete, Teiche, Sprinkler und junge Pflanzen ist eine fest angelegte Sperrzone trotzdem sicherer.
Navimow i2 LiDAR und i2 LiDAR Pro: Sperrzonen trotz intelligenter Hinderniserkennung
Der Navimow i2 LiDAR und der i2 LiDAR Pro arbeiten mit LiDAR- und Kamerasensoren. Diese Technik hilft bei Navigation und Hinderniserkennung, ersetzt aber keine sauber gesetzte Sperrzone. Eine Sperrzone legt vorab fest, welche Fläche der Mähroboter grundsätzlich meiden soll.
- Typische Einsatzfälle: Sperrzonen sind bei i2 LiDAR und i2 LiDAR Pro besonders sinnvoll für Blumenbeete, Teiche, Sprinklerköpfe, junge Pflanzen, Naturflächen und Wurzelbereiche. Auch Trampoline oder Grills können temporär markiert und später wieder gelöscht werden.
- Wichtig beim Einrichten: Die Sperrzone wird über die Kartenverwaltung in der NavimowApp angelegt. Die Kontur sollte einfach und klar sein. Bei Teichen, Pools oder empfindlichen Pflanzen ist ein kleiner Sicherheitsabstand sinnvoller als eine zu knapp gezogene Linie.
- Nicht verwechseln: Eine Sperrzone ist ein Bereich, den der Mähroboter meiden soll. Eine VisionFence™-Aus-Zone ist dagegen für flache Durchfahrtsbereiche wie Steinwege oder Versorgungsschächte gedacht. Für Beete, Teiche und Sprinkler bleibt die Sperrzone die richtige Wahl.
- Hinweis zum i2 LiDAR Pro: In größeren oder anspruchsvolleren Gärten sollten sensible Bereiche besonders sauber ausgeschlossen werden, da der Mäher auch schwierigere Stellen zuverlässig erreichen kann.

Navimow i2 AWD: Sperrzonen für Hanglagen, Wurzeln und schwieriges Gelände
Der Segway Navimow i2 AWD ist für anspruchsvollere Rasenflächen konzipiert. Durch Allradantrieb, Netzwerk-RTK und kameragestützte Positionierung erreicht er auch Bereiche, die bei schwierigem Untergrund besonders geschützt werden sollten.
- Typische Einsatzfälle: Beim i2 AWD sind Sperrzonen vor allem für freiliegende Wurzeln, lockere Erde, matschige Stellen, Teichränder, Sprinklerköpfe, frisch eingesäte Flächen und empfindliche Beetkanten sinnvoll. Auch Trampoline oder Grillplätze können temporär als Sperrzone markiert und später wieder gelöscht werden.
- Wichtig beim Einrichten: Vor dem Kartieren sollten lose Gegenstände entfernt, Kinder und Haustiere vom Rasen ferngehalten und das Gras auf maximal 6 cm gekürzt werden. Beim manuellen Kartieren oder Anpassen der Fläche sollte der Abstand zum Mähroboter maximal 6 m betragen. Die Kontur der Sperrzone sollte klar verlaufen; der Drehwinkel sollte nicht kleiner als 90° sein.
- Nicht verwechseln: Eine Sperrzone ist für Bereiche gedacht, die der i2 AWD meiden soll. Eine VisionFence™-Aus-Zone dient dagegen dazu, flache Durchfahrtsbereiche wie Steinwege oder Versorgungsschächte direkt zu passieren. Für Wurzeln, Teiche, Beete oder matschige Stellen ist die Sperrzone die richtige Wahl.
- Praxistipp: Die Antriebsschlupfregelung kann auf nassem oder schlammigem Untergrund helfen. Dauerhaft empfindliche Bereiche sollten trotzdem als Sperrzone angelegt werden, damit Grasnarbe, Pflanzen und Mähroboter geschont werden.
Navimow X4: Sperrzonen für große und komplexe Rasenflächen
Der Segway Navimow X4 ist für große, anspruchsvolle Rasenflächen ausgelegt. Mit Allradantrieb, Network-RTK, 360°-Kameraunterstützung und hoher Flächenleistung kann er auch komplexe Gärten effizient bearbeiten. Umso wichtiger ist eine klare Kartenstruktur mit sinnvoll gesetzten Sperrzonen.
- Typische Einsatzfälle: Beim X4 sind Sperrzonen vor allem für große Beete, Teiche, Sprinklerköpfe, Naturflächen, Baumwurzeln, Hangkanten und empfindliche Gartenbereiche sinnvoll. Auch Trampoline, Grills oder größere Gartenmöbel können temporär als Sperrzone markiert und später wieder gelöscht werden.
- Wichtig beim Einrichten: Vor der Kartierung sollten Hindernisse wie Laub, Spielzeug, Kabel und Steine entfernt werden. Die Kameralinsen müssen sauber sein, überhängendes Gras sollte auf maximal 9,5 cm zurückgeschnitten werden. Beim manuellen Kartieren sollte der Abstand zum Mähroboter maximal 6 m betragen; der Drehwinkel sollte nicht kleiner als 90° sein.
- Mehrere Zonen richtig nutzen: Der X4 unterstützt bis zu 120 Mähzonen. Bei großen Grundstücken ist es daher sinnvoll, den Garten zuerst logisch in Mähbereiche aufzuteilen. Sperrzonen eignen sich dann für Flächen innerhalb einer Mähzone, die gezielt ausgespart werden sollen.
- Nicht verwechseln: Eine Sperrzone ist ein Bereich, den der X4 meiden soll. Eine VisionFence™-Aus-Zone ist dagegen für flache Durchfahrtsbereiche wie Steinwege oder Versorgungsschächte gedacht. Für Teiche, Beete, Sprinkler, Wurzeln und Naturinseln bleibt die Sperrzone die richtige Wahl.
Häufige Fehler beim Einrichten einer Navimow Sperrzone
Sperrzonen sollten klar, großzügig und logisch angelegt werden. Die häufigsten Probleme entstehen, wenn die Zone zu knapp gesetzt, mit anderen Kartenfunktionen verwechselt oder nach dem Speichern nicht getestet wird.
| Fehlerbild | Warum problematisch? | Besser so |
|---|---|---|
| Der Mäher fährt zu nah an Beet, Teich oder Pool. | Die Sperrzone wurde zu knapp angelegt. | Zone etwas größer setzen, besonders bei sensiblen Bereichen. |
| Der Navimow fährt unruhig oder stoppt häufig. | Die Kontur ist zu kompliziert oder zu spitz. | Einfache, ruhige Formen mit klaren Linien nutzen. |
| Ein Randbereich wird als Sperrzone markiert. | Sperrzonen sind für Flächen innerhalb der Mähzone gedacht. | Außenbereiche besser über die Begrenzung definieren. |
| Der Mäher soll über einen Steinweg fahren, weicht aber aus. | Sperrzone und VisionFence™-Aus-Zone wurden verwechselt. | VisionFence™-Aus-Zone nur für flache Durchfahrtsbereiche nutzen. |
| Ein Trampolin ist weg, aber die Fläche bleibt ungemäht. | Die temporäre Sperrzone wurde nicht gelöscht. | Saisonale Sperrzonen regelmäßig prüfen und entfernen. |
| Nach dem Speichern bleibt zu viel Rasen stehen. | Die Sperrzone wurde zu groß oder ungenau gesetzt. | Beim nächsten Mähvorgang kontrollieren und nachjustieren. |
Als Faustregel gilt: Eine Sperrzone sollte nicht millimetergenau um ein Hindernis gelegt werden. Wichtiger ist, dass der Navimow den Bereich sicher umfährt. Nach dem Einrichten lohnt sich daher immer eine kurze Kontrolle beim nächsten Mähvorgang.
Navimow Sperrzone bearbeiten oder löschen
Eine Sperrzone sollte angepasst werden, wenn sich der Garten verändert oder der Abstand nicht mehr passt. Öffnen Sie dazu die Kartenverwaltung in der Navimow-App, wählen Sie die betreffende Sperrzone aus und bearbeiten Sie die Kontur.
Fährt der Mähroboter zu nah an ein Beet, einen Teich, Pool oder Sprinklerkopf, sollte die Sperrzone etwas vergrößert werden. Bleibt dagegen unnötig viel Rasen ungemäht, kann sie vorsichtig verkleinert werden. Bei sensiblen Bereichen ist ein Sicherheitsabstand wichtiger als ein perfekt gemähter Rand.
Wird ein temporäres Hindernis wie Trampolin, Planschbecken, Grill oder Gartenmöbel entfernt, sollte auch die Sperrzone gelöscht werden. Sonst spart der Navimow diese Fläche weiterhin aus.
Bei größeren Änderungen, etwa einer versetzten Ladestation, einer erweiterten Rasenfläche oder neuen Übergängen, reicht eine einzelne Anpassung oft nicht aus. Dann sollte die gesamte Karte geprüft und bei Bedarf neu aktualisiert werden. Nach jeder Änderung empfiehlt sich eine kurze Kontrolle beim nächsten Mähvorgang.
Fazit
Eine Navimow Sperrzone ist besonders dann sinnvoll, wenn bestimmte Bereiche im Garten zuverlässig geschützt oder bewusst nicht gemäht werden sollen. Dazu gehören Beete, Teiche, Sprinklerköpfe, Wurzeln, junge Pflanzen, Naturflächen oder temporäre Hindernisse wie Trampolin und Grill. Entscheidend ist dabei nicht, die Zone möglichst knapp zu setzen, sondern sie so anzulegen, dass der Mähroboter den Bereich sicher und gleichmäßig umfährt.
Je komplexer der Garten und je leistungsfähiger das Modell, desto wichtiger wird eine saubere Kartenstruktur. Bei i-Series, i2 LiDAR, i2 AWD und X4 gilt deshalb dieselbe Grundregel: Sperrzonen gezielt einsetzen, nicht mit Begrenzungen oder VisionFence™-Aus-Zonen verwechseln und nach dem Einrichten immer kurz testen. So arbeitet der Navimow präziser, sensible Gartenbereiche bleiben geschützt und der Rasen wird langfristig gleichmäßiger gepflegt.










